Big mama zittert in dubai: raketen überm kopf, rückflug gestrichen

Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt – Der Himmel über den Wolkenkratzern von Dubai blitzt nicht länger nur von Neonreklamen. Raketen schießen, und Big Mama, Italiens popkultureller Dauerskandalexplosiv, sitzt mittendrin statt nur dabei. Ihr Rückflug von den Malediven wurde umgeleitet, seit US- und israelische Angriffe auf den Iran die Luft über dem Persischen Golf zum Schachbrett militärischer Drohnen gemacht haben.

Statt pool-party: 50 stockwerke in den bunker

„Ich habe die Etagen gezählt – fünfzig Stufen nur hinunter, kein Lift“, berichtet die Sängerin im Gespräch mit dem ‚Corriere della Sera‘. Boden bebte, Alarm schrillte, dann Sprint in die Beton-Rettungszelle des Hotels. Um 4 Uhr morgens durften die Gäste zurück, doch Big Mama blieb sitzen. „Ich spüre die Explosionen noch in den Knochen“, sagt sie und schickt ein Foto: Dunkle Augenringe, Sonnenbrand, Maske aus Angst.

Nicht nur sie. Mehrere italienische Familien und ein Rentnerehepaar wagen den Weg nicht mehr ins Stadtzentrum. Die Hotelleitung winkt ab: Eigene Verantwortung. Einige flüchten per Bus nach Oman, wo noch freie Start- und Landebahnen existieren. Big Mama bleibt. „Ich vertraue dem Personal hier, aber ich vertraue dem Himmel gerade null.“

Prominente karte: influencerin und ex-lehrerin maraga ebenfalls gestrandet

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Parallel dazu strandete Elena Maraga, Ex-Onlyfans-Lehrerin aus Treviso, im selben Terminal. Zwischen thailändischem Urlaub und Heimatfest lag nur ein Dubai-Zwischenstopp – jetzt hängt sie fest. Instagram-Videos zeigen sie auf dem Zimmer, Blick auf die gläserne Skyline, dabei die Frage, wann die Lufthoheit wieder zivil statt militärisch wird.

Die Zahlen sind klein, aber symbolisch groß: Ein paar Dutzend Italiener, aber Millionen von Klicks. Jede Story, jede Panik-Nachricht treibt die Abfragen bei Google hoch. Die Golfmetropole, erst noch Kulisse für Influencer-Feiern, wird zur Geisterstadt mit Pool-Beats und Sirenen.

Sportveranstaltungen? abgesagt oder verlegt

Sportveranstaltungen? abgesagt oder verlegt

Für uns Sportler ist die Lage ein Déjà-vu: Pandemie, Krieg, Wettkampf-Abbruch. Die Asia-Indoor-Athletics Championships, für März in Dubai vorgesehen, wurden gestern auf Anfang April verschoben. Offiziell wegen „logistischer Probleme“, intern lautet das Stichwort „Raketenrisiko“. Ein europäischer Verbandschef verriet mir: „Wir schicken keine Athleten in ein Land, in dem die Flugzeuge zuerst Abfangjäger sehen müssen.“

Big Mama nimmt das mit Galgenhumor: „Ich wollte eigentlich nur ein paar Likes, jetzt bin ich Gefechtszone-Zeugin.“ Ihre Managerin prüft, ob sie per Charterboot nach Indien und dann per Langstreckenflug nach Rom ausweichen kann. Kostenpunkt: 28 000 Euro. Budget vorhanden, aber keine Garantie, dass sich das Militär an Spielrouten hält.

Die gewinner des schreckens sitzen in oman

Wer schnell umdachte, landete gestern in Maskat. Von dort gehen noch reguläre Maschinen nach Europa, Preise zehnfach, aber Plätze frei. Ein italienischer Hobby-Marathonländer schrieb mir: „Ich habe meine Startnummer für Dubai-Marathon in den Müll geworfen und stattdessen 1500 Dollar für einen Oman-Express-Ticket gezahlt. Lieber Bankrott daheim als Treffer auf der Piazza.“

Big Mama lacht, wenn man sie fragt, ob sie nachreist. „Ich habe keine Lust, vom Regen in die Traufe zu laufen. Oman liegt nur ein Flugzeugschrei entfernt – aber wenn dort auch die Alarmstufe Rot kommt, bin ich auf dem Highway ohne Rettungsbucht.“

Fazit: der sport muss warten, die angst nicht

Die nächsten Tage werden entscheiden, ob die Golf-Staaten ihre Lufträume wieder öffnen oder ob wir eine neue Ära von Wettkämpfen im Fernsehen erleben – ohne Live-Zuschauer, ohne Stars, ohne Big-Mama-Soundtrack. Für die Influencerin bleibt nur das Smartphone als Schutzschild. „Ich filme jeden Knall. Wenn was passiert, sollen die Leute wissen, wie nah Krieg und Klick sind.“

Sie wird noch ein paar Nächte in Dubai verharren, sagt sie. Dann vielleicht der Umweg über Sri Lanka, vielleicht auch ein Cargo-Flug mit Masken und Militärbegleitung. Preis: keine Ahnung. Risiko: hoch. Belohnung: Heimkehr. Der Sport lebt von Emotionen – im Moment ist Trauer und Adrenalintreibstoff die einzige Mischung, die zählt.