Duisburg stoppt 1860, osnabrück fliegt weiter: 3. liga kocht wieder

Tor in der 90. Minute, rote Karte in der 94. Minute, Aufstiegskampf bis zur letzten Sekunde: Der MSV Duisburg hat 1860 München mit 2:1 niedergeschlagen und die 3. Liga wieder aufgemischt. Osnabrück? Macht einfach weiter, siegt auch beim Hoffenheim-Nachwuchs – und schon sieht die Tabelle nach einem echten Meisterrennen aus.

Zebras finden spät den bitter-treffer

60 Minuten lang quälten sich die Zebras, dann traf Joshua Bitter mit einem platzierten Schuss aus 18 Metern. Die Löwen antworteten prompt: Thore Jacobsen verwandelte einen Foulelfmeter, kassierte später Gelb-Rot – und war damit sowohl Retter als auch Verräter seiner Mannschaft. In der Nachspielung schob Thilo Töpken den Ball zum Sieg über die Linie, 1860 stolperte nach der Pleite auf Platz sieben ab.

Die Szene des Tages aber passierte in der Kabine: Duisburgs Trainer Pavel Dochev schlug laut Augenzeugen mit der Faust auf die Taktiktafel, als klar wurde, dass Osnabrück parallel gewann. Der Jubel war ihm trotzdem nicht zu nehmen – endlich wieder ein Erfolg nach vier sieglosen Partien.

Osnabrück lässt chancen liegen, punkte nicht

Osnabrück lässt chancen liegen, punkte nicht

Bei der TSG Hoffenheim II reichte ein einziger Treffer von David Kopacz nach zehn Minuten. Der VfL ließ danach drei Hochkaräter aus, dominierte aber so souverän, dass selbst die 2.500 mitgereisten Fans nach der Pause pfeifend auf die Uhr schauten. Timo Schultz’ Mannschaft spielt derzeit Fußball wie aus einem Guss: sechs Siege in Serie, sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Die Verfolger rudern dagegen: Energie Cottbus patzte gegen Ulm, Verl schob sich mit einem 3:0 gegen Saarbrücken auf Rang zwei. Die Spannung bleibt – vor allem, weil Osnabrück am 31. Spieltag noch nach Duisburg muss.

Die 3. Liga ist längst keine Durchgangsstation mehr. Sie ist ein Pulverfass. Und Duisburg hat gerade das Zündholz geliefert.