Ducati patzt in austin: dall'igna fordert umdenken!
Austin, Texas – Der Staub liegt auf dem Circuit of the Americas, und für Ducati Corse herrscht bittere Enttäuschung. Gigi Dall'Igna, der CEO des Rennteams von Borgo Panigale, musste sich eingestehen, dass die Hoffnungen auf einen Wendepunkt im Kampf gegen Aprilia in den Vereinigten Staaten zunichte gegangen sind. Stattdessen feierten die Italiener aus Noale ihren weiteren Triumph – ein Nackenschlag für die Roten.
Die analyse des ducati-chefs: ein blick hinter die kulissen
Dall'Igna ließ in seinem LinkedIn-Post keine Zweifel an der Enttäuschung aufkommen. „Ein Grand Prix, der die wahren Werte auf der Strecke widerspiegelte, ein wenig strahlendes Rennen, das in einem Wochenende mit gemischten Ergebnissen endete“, so der Ducati-Boss. Er räumte ein, dass der Start ins Wochenende vielversprechend war: „Diggia“ sicherte sich die Pole Position, während Pecco und Marc von den vorderen Positionen aus ins Rennen gehen konnten.
Der Knackpunkt lag jedoch im Sprintrennen, in dem Marc Márquez aufgrund eines Fehlers eine lange Strafrunde erhalten musste. „Dieser Fehler kostete ihm eine erhebliche Positionsverluste im Rennen, wodurch er sich den Kampf um das Podium versagte. Trotzdem zeigte er seinen unermüdlichen Kampfgeist, kämpfte sich bis auf den fünften Platz vor und gab alles, wie es eben nur ein Champion kann.“
Doch Dall'Igna betonte auch die körperlichen Einschränkungen von Márquez. „Er war nicht bei hundert Prozent, und das Gefühl für die Maschine war noch nicht optimal. Hier sind Anpassungen nötig, um ihm zu ermöglichen, das zu zeigen, was wir von ihm erwarten.“ Die stetige Verbesserung der Konkurrenz verschärft die Situation zusätzlich, so Dall’Igna.

Peccos auf und ab: aggressivität und sturz
Pecco Bagnaia zeigte in Texas ebenfalls Höhen und Tiefen. „Er hätte den Sprint gewinnen können – das war großartig und belohnend, ihn so lange an der Spitze zu sehen“, lobte Dall'Igna. Doch im Hauptrennen lief es nicht nach Plan: „Er hatte keinen guten Start, machte aber schnell wieder auf. Eine schnelle und sichere erste Rennhälfte – er zeigte den nötigen Kampfgeist, um vorne dabei zu sein. Dann ein plötzlicher Leistungsabfall, der ihn in den Sturz führte und ihn auf den zehnten Platz zurückwarf.“
Auch im Falle von Fabio Di Giannantonio gab es positive Anmerkungen. „Diggia“ zeigte eine beeindruckende Konstanz und sicherte sich als bestes Ducati-Bike den vierten Platz. „Ein schwieriger Start, gefolgt von einem exzellenten Rennen – Talent und Reife“, fasste Dall'Igna zusammen.

Die dringende notwendigkeit zur verbesserung
Dall'Igna machte deutlich, dass Ducati jetzt handeln muss. „Es ist klar, dass wir hart arbeiten müssen, um unsere Fahrer in die Lage zu versetzen, ihr Bestes zu geben, insbesondere angesichts der Stärke der Konkurrenz. In Austin hatten wir mehr Schwierigkeiten als erwartet – ein Weckruf, der uns dazu anspornen muss, wieder an die Spitze zu fahren. Mit der Gewissheit, dass wir dann noch besser sein werden. Auf geht’s, Ducati!“, forderte er seine Mannschaft auf. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Ducati diesen Aufruf zum Umdenken beherzigt und seinen Konkurrenten das Wasser abringen kann.
