Dramatisches ende in köln: dänemark bezwingt deutschland erneut!

Die Lanxess Arena bebte, doch am Ende stand erneut die bittere Erkenntnis für die deutsche Handballnationalmannschaft: Dänemark setzt die Erfolgsserie fort und gewinnt das zweite Testspiel innerhalb von nur wenigen Tagen mit 31:29. 105 Tage nach der Finalniederlage bei der EM ist die Revanche erneut verwehrt geblieben – ein Déjà-vu, der die Fans der DHB-Auswahl zutiefst frustriert.

Die serie hält an: ein jahrzehnt ohne deutschen sieg

Die serie hält an: ein jahrzehnt ohne deutschen sieg

Zehn Jahre! So lange müssen deutsche Handballfans bereits auf einen Sieg gegen die skandinavischen Übermächtigen warten. Und obwohl Bundestrainer Alfred Gislason auf eine neue Startformation mit Miro Schluroff und Nils Lichtlein setzte, konnte die Durststrecke nicht gebrochen werden. Schon am Freitag in Kopenhagen deutete alles auf einen weiteren enttäuschenden Abend hin, als die Dänen bereits mit 36:28 die Oberhand behielten.

Ein besonderes Augenmerk galt der Personalwahl der dänischen Mannschaft. Welthandballer Mathias Gidsel und Kreisläufer Magnus Saugstrup blieben dem Team am heutigen Abend zum Bundesliga-Endspurt und dem Champions-League-Final-Four am 13. Juni erhalten. Ein Schachzug, der sich angesichts des klaren Sieges als durchaus klug erweist.

Andreas Wolff hielt in der ersten Hälfte mit einer Reihe von Glanzparaden sein Team im Spiel. Die deutsche Mannschaft kämpfte verbissen, doch die dänische Angriffspower war schlichtweg zu stark. Zur Pause hieß es 16:17 – eine knappe Differenz, die jedoch die Dominanz der Gäste widerspiegelte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Dänen den Druck und zogen auf drei Tore davon. Die Antwort der DHB-Auswahl ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Eine Viertelstunde vor dem Spielende glich Deutschland aus (25:25) und Juri Knorr brachte sein Team dann sogar in Führung – die Halle tobte! Doch die Führung währte nur kurz. Die Dänen zeigten ihre Klasse und nutzten deutsche Fehler eiskalt aus.

Zwei verworfene Siebenmeter der Dänen boten Deutschland die Chance, zurück ins Spiel zu finden. David Späth parierte einen, der andere prallte vom Pfosten ab. In der entscheidenden Phase fehlte es der Gislason-Truppe jedoch an Durchschlagskraft. Nur ein Tor in sieben Minuten – das war schlichtweg zu wenig gegen ein so erfahrenes Team wie Dänemark.

Ein letztes Aufbäumen von Knorr mit seinem wuchtigen Treffer zum 29:30 ließ die Hoffnung kurz aufkeimen. Doch es war zu spät. Die Dänen konterten und sicherten sich den Sieg. Die Serie hält – und die deutsche Handballnationalmannschaft muss sich erneut fragen, wie sie den dänischen Überflieger endlich bezwingen kann.

Die Niederlage wirft Fragen auf vor den kommenden Aufgaben. Kann die DHB-Auswahl ihre Schwächen in der Abwehr und im Angriff schnell beheben? Oder wird die Serie gegen Dänemark weiter bestehen bleiben?