Drama in spanien: gran canaria stürzt ab, zaragoza rettet sich!
Ein Herzschlagfinale in der spanischen Liga Endesa! Während sich das Casademont Zaragoza in letzter Sekunde vor dem Abgrund rettete, stürzte das Dreamland Gran Canaria in die Segunda FEB – ein Schock für einen Traditionsverein mit großer europäischer Vergangenheit.
Die achterbahnfahrt der gefühle in gran canaria
Die Partie zwischen Valencia Basket und Gran Canaria war bereits entschieden. Ein klarer 105:81-Erfolg der Gäste ließ wenig Raum für Hoffnung bei den Kanaren. Doch das Wunder schien möglich, als das Casademont Zaragoza gegen das Río Breogán bis kurz vor Schluss zurücklag. Ein Dreier von Marco Spissu in den allerletzten Sekunden besiegelte das Schicksal von Gran Canaria und sicherte Zaragoza den Verbleib in der Liga. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Zaragoza startete die letzte Runde mit einem Rückstand von einem Punkt auf Gran Canaria und MoraBanc Andorra. Ein Sieg und ein Patzer der Konkurrenz waren die Zutaten für die Rettung – und diese Zutaten lieferten die Aragonesen.
Die Situation war angespannt. Fast das gesamte Spiel über lagen die Mános im Rückstand, doch in den letzten Augenblicken schien der Knoten zu platzen. Ein Fehlwurf von Mihajlo Andric und ein vergebener Freiwurf von Trae Bell-Haynes sollten sich als fatal erweisen. Spissu, der aufmerksam den Rebound von Bell-Haynes schnappte, fand sich plötzlich im Dreipunktbereich wieder und traf – ein Moment, der für Zaragoza den Klassenerhalt bedeutete und für Gran Canaria den Abstieg.

Ein traditionsverein kehrt zurück in die zweite liga
Gran Canaria, ein Verein mit einer beeindruckenden Historie, muss nun den Gang in die Segunda FEB antreten. Seit 1995/96 war man ununterbrochen in der ACB vertreten, etablierte sich dort im oberen Mittelfeld, feierte Erfolge im Königspokal und qualifizierte sich regelmäßig für die EuroCup. Der Gewinn des EuroCups im Jahr 2023 krönte diese Erfolgsära, doch der Traum von der EuroLeague musste aufgrund finanzieller Zwänge begraben werden. Die jüngsten wirtschaftlichen Probleme, verbunden mit dem Aus von Jaka Lakovic und der Verpflichtung von Ché García, konnten den negativen Trend nicht aufhalten. Es ist ein bitterer Rückschlag für einen Verein, der einst für seine europäische Schlagkraft bekannt war.
Der Abstieg von Gran Canaria ist nicht nur ein sportliches Unglück, sondern auch ein Warnsignal für den spanischen Basketball. Es zeigt, dass auch etablierte Vereine unter wirtschaftlichen Druck geraten können und dass der Kampf um die Verbleibszugehörigkeit in der Liga Endesa bis zum letzten Spieltag andauert. Der Kovirán Granada ist bereits abgestiegen, und Gran Canaria folgt nun diesem Beispiel. Die Frage, ob der Monbús Obradoiro oder ein anderer aufsteigendes Team die fehlende finanzielle Stabilität aufweisen kann, um den Klassenerhalt zu sichern, bleibt offen. Die Liga Endesa verliert einen ihrer traditionsreichsten Klubs, während Zaragoza einen Triumph feiert, der in die Geschichte des Vereins eingehen wird.
