Draisaitl kehrt zurück: oilers feiern knappen sieg!

Edmonton – Der Jubel hallte in der Rogers Place: Leon Draisaitl hat nach seiner Verletzungspause sein Comeback in den NHL-Playoffs gefeiert, und die Edmonton Oilers haben das erste Spiel gegen die Anaheim Ducks mit 4:3 für sich entschieden. Ein hart erkämpfter Sieg, der die Hoffnung auf den ersten Stanley-Cup-Triumph seit 1990 neu entfacht.

Draisaitl im fokus: vorlagen und siegvorbereitung

Draisaitl im fokus: vorlagen und siegvorbereitung

Die Rückkehr des deutschen Superstars war von Beginn an von großer Bedeutung. Bereits im ersten Drittel legte Draisaitl eine Vorlage zum 2:0 fest. Doch das Spiel war keineswegs entschieden. Die Ducks kämpften verbissen und glichen aus. Erst im Schlussabschnitt, als Jason Dickinson den Ausgleich erzielte, und kurz darauf Kasperi Kapanen den Siegtreffer markierte, konnten die Oilers die Partie für sich entscheiden. Draisaitl war auch hier maßgeblich beteiligt, indem er den entscheidenden Pass gab. „Ich fühle mich gut“, sagte Draisaitl vor dem Spiel, und seine Leistung auf dem Eis bestätigte diese Aussage.

Die Verletzung, die den gebürtigen Kölners Einsatz bis zuletzt ungewiss machte, hielt ihn offensichtlich nicht davon ab, seine Klasse zu zeigen. Nach einem Zusammenstoß am 15. März gegen Nashville, der zu einer „Unterkörperverletzung“ führte, hatte Draisaitl sogar einen Ausflug nach München zu Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, dem renommierten Sportmediziner, unternommen, um sich optimal versorgen zu lassen. Ein Zeichen dafür, wie ernst es der Mannschaft und dem Spieler mit seiner Genesung war.

Die Oilers hatten in den vergangenen beiden Jahren zweimal knapp den Titel verpasst, als sie in der Finalserie gegen die Florida Panthers unterlagen. Die Panthers haben es in diesem Jahr nicht in die Playoffs geschafft, was den Oilers eine weitere Chance auf den ersehnten Stanley-Cup bietet. Aber die Serie ist noch lang. Spiel zwei findet bereits in der Nacht auf Donnerstag in Edmonton statt, und vier Siege sind nötig, um den Einzug in die nächste Runde zu sichern.

Während die Oilers jubelten, mussten die Ottawa Senators eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Auch im zweiten Spiel gegen die Carolina Hurricanes konnten sie sich nicht durchsetzen und verloren nach Verlängerung und zwei Overtime-Perioden mit 2:3. Nationalspieler Tim Stützle blieb in fast 30 Minuten Eiszeit punktlos. Auch das Minnesota Wild musste sich den Dallas Stars mit 2:4 geschlagen geben, sodass die Serie ausgeglichen ist. Ein Lichtblick gab es für die Philadelphia Flyers, die die Pittsburgh Penguins im zweiten Spiel mit 3:0 besiegten und damit die Serie ebenfalls für sich entscheiden konnten.

Die NHL-Playoffs sind in vollem Gange, und die Spannung steigt mit jedem Spiel. Die Oilers, angeführt von Leon Draisaitl, haben sich einen vielversprechenden Start erarbeitet, doch der Weg zum Stanley-Cup ist noch lang und voller Herausforderungen. Die Leistung von Draisaitl, der in den letzten zehn Jahren zum besten NHL-Torschützen avancierte, zeigt, dass die Oilers ein ernstzunehmender Titelkandidat sind. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sie diesem Anspruch gerecht werden können.