Dortmund-fans wetzen schlotterbeck: „das gehört sich nicht!
Borussia Dortmund bangt um die Stimmung im eigenen Stadion. Nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen erhoben einige Fans ihre Stimmen gegen Nico Schlotterbeck – eine Geste, die Geschäftsführer Carsten Cramer scharf zurückwies. „Für mich als Verantwortlichen fühlt sich das nicht gut an, und ich muss sagen, dass sich das nicht gehört“, polterte Cramer nach dem Spiel.

Ein spieler, ein vertragsheld – und plötzlich buhrufe?
Die Pfiffe gegen Schlotterbeck, der erst am Freitag bis 2031 verlängert hatte, wirft Fragen auf. Gerüchte über eine Ausstiegsklausel im neuen Vertrag und das lange Zögern bei den Verhandlungen scheinen bei einem Teil der Anhänger für Unmut gesorgt zu haben. Cramer betonte zwar, Meinungsfreiheit sei „in Ordnung“, doch er machte unmissverständlich klar: „Spieler im Trikot von Borussia Dortmund verdienen mit Betreten des Rasens Unterstützung. Wir sind eine Gemeinschaft.“
Auch Schlotterbecks Abwehrkollege Waldemar Anton zeigte sich schockiert: „Keiner hat es verdient, ausgepfiffen zu werden. Das schadet uns als Mannschaft.“ Die Dortmunder Spieler sehen sich also in ihrer Leistungsbereitschaft beeinträchtigt – eine Situation, die der BVB-Elf keinesfalls hilft im Kampf um die Champions-League-Plätze.
Ein medizinischer Notfall vereinte die Fans: Die Situation eskalierte, als im Stadion ein medizinischer Notfall eintrat und Fans beider Mannschaften spontan die Unterstützung für eine reanimierte Person einstellten. Cramer lobte diese Reaktion als „bärenstark“, relativierte aber: „Die Medaille hat heute zwei Seiten.“
Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob der BVB die Gemüter beruhigen und die Fans wieder an einen Strang ziehen kann. Denn eines ist klar: Das Auspfeifen von Leistungsträgern wie Schlotterbeck kann sich der Verein auf Dauer nicht leisten. Der Verein muss jetzt handeln, um das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen und die Einheit im Team zu stärken – bevor die Stimmung im Signal Iduna Park endgültig kippt.
