Dortmund zwingt köln in die knie – kovac' bvb bleibt auf titelkurs

Der BVB hat den Absturz abgewendet, Köln den Abstieg nähergerückt. In einem schmutzigen 2:1 im RheinEnergieStadion schossen Serhou Guirassy und Maximilian Beier den Tabellenzweiten zurück auf die Siegesstraße – und ließen den 1. FC Köln im freien Fall.

Rot, Elfmeter, Drama: Die 90 Minuten hatten alles. Köln begann mutig, aber nach dem Platzverweis gegen Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) brach die Mannschaft von Lukas Kwasniok erneut ein. Guirassy traf per Grätsche nach Ecke (16.), Beier erhöhte nach Seitenwechsel (60.). Der Anschlusstreffer von Jakub Kaminski (88.) kam zu spät – und warf vor allem Licht auf das Chaos: Hand? Kein Hand? Tom Krauß tobte, Schiri Daniel Siebert blieb stumm.

Kwasniok steht mit dem rücken zur wand

Die Zahlen sind gnadenlos: kein Sieg seit fünf Spielen, nur zwei Punkte aus den letzten sieben Partien. Der FC rutscht auf Relegationsrang 16 ab, die Länderspielpause wird zur Zitterpause. „Wir sind zu gut für die Zweite Liga“, hatte Kwasniok noch vor Anpfiff versichert – jetzt muss er gegen Hamburg und Gladbach liefern, sonst fliegt der Kopf.

Beim BVB dagegen atmet Niko Kovac auf. Nach dem CL-K.o. in Bergamo und dem Bayern-Debakel setzte er Bensebaini für den verletzten Can und Guirassy für Silva – und bekam Recht. „Ein Spannungsabfall wäre blanker Selbstmord gewesen“, sagte er beim Sky-Mikro. Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz fünf liegt Dortmund voll im Soll, die Meisterschaft ist zwar weg, die Champions-League-Plätze sind aber so gut wie sicher.

Var-geschichten und ein köln, das nicht mehr trifft

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Die zweite Hälfte war ein Krimi: Silva fiel im Strafraum, Siebert zeigte zunächst auf den Punkt – nah ihn aber zurück, weil Cenk Özkacar zuerst den Ball traf. Auf der anderen Seite jubelten die Köln-Ultras zu früh, als El Mala durchbrach, aber Kobel war zur Stelle. Kaminskis spätem Treffer folgte nichts mehr, nur noch ein Tumult und ein Fluch über den Kölner Westen.

Für Köln wird die Luft dünner. 21 Gegentore in den letzten acht Spielen, nur acht eigene Treffer – das ist Relegationsniveau pur. Und für Dortmund? Die Maschine dampft wieder. Wenn Kovac seine Rotation so weitertreibt, könnte der BVB sogar noch Platz eins angreifen. Die Saison ist längst nicht vorbei – aber für Köln beginnt jetzt die Endspielphase.