Dortmund räumt auf: süle und özcan fliegen raus – der große reset beginnt

Borussia Dortmund schickt zwei Millionen-Transfers in die Wüste. Niklas Süle und Salih Özcan müssen den Klub am Saisonende verlassen, beide ohne Ablöse. Die Entscheidung ist ein Eingeständnis: Das Experiment ist gescheitert.

Warum der bvb jetzt die reißleine zieht

Die Kaderplanung von Dortmund gleicht einem Puzzle, bei dem ständig neue Teile eingesetzt werden, ohne dass das Bild komplett wird. Süle kam 2022 als Hoffnungsträger vom FC Bayern, sollte die Abwehr stabilisieren. Stattdessen lieferte er vier Jahre durchschnittliche Leistungen ab. 108 Pflichtspiele, drei Tore – Zahlen, die bei einem Top-Verdiener nicht überzeugen. Özcan kam für eine Million Euro vom 1. FC Köln, wurde aber nie zum erhofften Mittelfeld-Chef.

Lars Ricken spricht von „neuer Ausrichtung“, doch dahinter steckt mehr. Der BVB spielt keine Rolle in Pokal und ChampionsLeague, die Meisterschaft ist seit Wochen entschieden. Die sportliche Leitung will verhindern, dass sich die Lethargie auf die neue Saison überträgt. Ein harter Schnitt war nötig.

Die nächsten auf der abschussliste

Die nächsten auf der abschussliste

Julian Brandt war erst der Anfang. Auch Nico Schlotterbeck steht unter Beobachtung. Sein Vertrag läuft 2027 aus, doch die Verhandlungen ziehen sich. Intern heißt es: Verlängerung oder Verkauf – ein weiteres Jahr Zögern ist keine Option. Dabei ist Schlotterbeck kein Einzelfall. Emre Can soll bleiben, aber nur, wenn seine Knie mitspielen. Felix Nmecha dagegen sicherte sich mit einem Vertrag bis 2030 das Vertrauen der Bosse.

Die Botschaft ist klar: Wer nicht liefert, fliegt. Der BVB baut nicht nur um – er räumt auf. Die Fans dürfen gespannt sein, wer im Sommer als Nächstes das Schwarzgelb gegen ein neues Trikot tauscht.