Dorian godon schockt evenepoel – erste krönung in catalunya
Dorian Godon hat die Volta a Catalunya mit einem Sprint auf Biegen und Bogen eröffnet – und sich dabei selbst überrascht. Der Franzose von Ineos Grenadiers setzte sich in Sant Feliu de Guíxols gegen Remco Evenepoel durch, obwohl der Belgier eigentlich als Favorit galt. Zwei Siege in zwei Wochen: Nach Paris-Nizza zeigt Godon, dass er 2024 nicht nur mitspielt, sondern dominiert.
Ein finale, das selbst die profis ins schwitzen brachte
Die 172,8 Kilometer langen Schleifen durch die Hügel Gironas waren kein Spaziergang. Alt de Romanyà und der lange Anstieg nach Sant Hilari Sacalm zwangen alle Teams, früh zu positionieren. UAE und Bahrain zogen das Feld auseinander, Lenny Martínez attackierte, Pidcock, Vingegaard und Evenepoel hielten sich dicht vor dem Ziel noch im Schlepptau. Doch als Tom Pidcock 400 Meter vor dem Ziel zu früh startete, war die Bühne frei für Godon.
Evenepoel versuchte es mit einem letzten Sprintfeuerwerk, doch Godon blieb cool. „Ich wusste, dass ich ihn noch einholen kann, wenn ich meine Kurve behalte“, sagte er später. Und genau das tat er. Der Franzose setzte sich mit einer halben Radlänge durch – und schob sich damit ins Trikot des Gesamtführenden.

Baroncini zurück im peloton – und das ist mehr als ein fußnote
Im Schatten des Sprints feierte Filippo Baroncini sein Comeback. Der Italiener von UAE war nach seinem Horror-Sturz im letztjährigen Tour de Pologne monatelang im Koma gewesen. Jetzt fuhr er wieder mit – und das bei Tempo 60 auf den letzten Kilometern. Sein Teamkollege Sjoerd Bax führte ihn durch die engsten Passagen, ein Bild, das selbst erfahrene Soignées zu Tränen rührte.
Die Fluchtgruppe um Baptiste Veistroffer und Unai Aznar wurde nie mehr als drei Minuten vor dem Feld gelassen. Lotto-Dsly und Kern Pharma zogen zu früh, das Peloton schloss frühzeitig auf. Für morgen steht eine 167,4 Kilometer luge zwischen Figueres und Banyoles an – mit nur einem kleinen Hügel, aber vielen Sprintzügen. Godon wird das Gelbe verteidigen, Evenepoel wird Revanche nehmen wollen. Und Baroncini? Der wird einfach nur wieder dabei sein – und das ist schon ein Sieg.
