Doppelpack-alarm: dfb-frauen peitschen österreich an!

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor einer entscheidenden Phase in der WM-Qualifikation. Zwei Duelle gegen Österreich, ein Triple-Traum für die Bayern-Stars und der Druck, den Klassenvergleich zu halten – es brodelt im deutschen Frauensport.

Bayern im turbo-modus: champions-league und pokalfinale im visier

Kaum Zeit zum Verschnaufen. Während Linda Dallmann und ihre Teamkolleginnen des FC Bayern kurz die Füße hochlegen konnten, geht es für die Nationalmannschaft bereits weiter. Der Einzug ins Champions-League-Halbfinale, der DFB-Pokalfinale – die Bayern-Frauen jagen das Triple mit voller Wucht. Doch jetzt gilt es, den Fokus auf das DFB-Team und die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Österreich zu lenken.

Bundestrainer Christian Wück hat in Herzogenaurach die erste Einheit absolviert, um die Mannschaft auf die anspruchsvollen Aufgaben einzustimmen. „Wir hoffen, die Leistungen aus den letzten Spielen zu bestätigen, um die nächsten Schritte Richtung WM zu gehen“, so Wück, der auf die Duelle am 14. April in Nürnberg und vier Tage später in Ried setzt.

Personalsorgen und taktische kniffe: wück muss improvisieren

Personalsorgen und taktische kniffe: wück muss improvisieren

Die jüngsten Erfolge gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) lassen auf eine starke DFB-Auswahl schließen, doch die Terminreihe zwischen Bundesliga, Europacup und Pokal fordert ihren Tribut. Einziger Wermutstropfen: Cora Zicai verletzte sich, sodass die junge Larissa Mühlhaus überraschend nachrückt.

Die Bayern-Frauen reisen mit Rückenwind an, denn der Triple-Traum ist noch lebendig. Franziska Kett betonte nach dem Pokalhalbfinale gegen SGS Essen: „Das ist auf jeden Fall unser Ziel. Es ist wichtig, dass wir verletzungsfrei bleiben, und dann stehen sehr spannende Wochen vor uns.“

Gegen Österreich erwartet Wück einen Gegner, der tief und kompakt stehen und überraschen will. „Deswegen glaube ich, dass sie tief und kompakt stehen werden und uns überraschen wollen“, so der Bundestrainer. Spielerische Lösungen und Spielintelligenz sind gefragt, insbesondere da Klara Bühl weiterhin ausfällt. Vivien Endemann, die beim Comeback im Nationalteam überzeugte, könnte hier zum Schlüsselspieler werden. „Sie hat charakterlich einen unglaublichen Sprung gemacht, ist sehr erwachsen geworden“, lobte Wück. Selina Cerci von TSG Hoffenheim kehrt ebenfalls in den Kader zurück.

Die österreichischen Frauen stehen in Gruppe A4 bereits unter Druck, da sie punktlos sind. Das DFB-Team hat also die Chance, sich frühzeitig einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der deutsche Frauensport bereit ist, den nächsten Schritt in Richtung WM-Titel am Zuckerhut zu machen. Die Zeichen stehen gut, aber die Konkurrenz schläft nicht. Die Spannung ist förmlich greifbar.