Donnarumma: tränen und vorwürfe nach wm-debakel!

Gianluigi Donnarumma, der Kapitän der italienischen Nationalmannschaft, hat sich in einem emotionalen Interview zu den schmerzhaften Folgen des verpassten WM-Tickets geäußert. Die „Squadra Azzurra“ verfehlt zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für ein Weltmeisterturnier, und die Stimmung im italienischen Fußball ist gedrückt. Doch die Situation eskaliert durch Anschuldigungen, die den jungen Torwart tief getroffen haben.

Der kapitän wehrt sich gegen bonuszahlungs-vorwürfe

Nach dem verpassten WM-Ticket kursierten Berichte, die den Spielern finanzielle Forderungen nachsagten. Ein übliches Vorgehen im italienischen Fußball ist, dass der Verband den Spielern nach der Qualifikation für ein Turnier eine Art „Geschenk“ zukommen lässt – im Falle einer WM-Teilnahme wären das rund 300.000 Euro pro Spieler gewesen. Diese Nachricht löste in Italien Empörung aus, gerade in einer Zeit, in der der italienische Fußball ohnehin mit einer tiefen Krise zu kämpfen hat. Donnarumma, derzeit im Tor bei Manchester City, ließ im „Sky“-Interview keine Zweifel an seiner Enttäuschung und seinem Unmut aufkommen.

„Als Kapitän habe ich nie einen einzigen Euro von der Nationalmannschaft verlangt“, erklärte er sichtlich bewegt. „Das hat mich tief verletzt. Was der Verband tut, ist, den Spielern bei Qualifikation für ein Turnier ein Geschenk zu geben. Das ist alles. Niemand von uns hat etwas gefordert. Unser Geschenk wäre die WM-Teilnahme gewesen.“ Die Anschuldigungen, die Spieler hätten nach dem verpassten WM-Ticket zusätzlich Geld gefordert, sind demnach unbegründet und stellen eine ungerechte Schuldzuweisung dar.

Blick nach vorn: em und nations league im fokus

Blick nach vorn: em und nations league im fokus

Über das WM-Aus selbst sprach Donnarumma offen und ehrlich. „In den ersten Tagen fiel es mir schwer, das zu verarbeiten, aber wir müssen jetzt neu anfangen, nach vorne schauen und reagieren“, so der Torwart. Die nächsten Ziele sind die Europameisterschaft und die Nations League. Der Kapitän betont, dass die Mannschaft sich neu formieren und gestärkt aus dieser Krise hervorgehen muss.

„Wir haben vier Jahre vor uns, und bevor wir an die nächste Weltmeisterschaft denken, stehen noch andere Turniere an“, betonte Donnarumma kämpferisch. „Es ist normal, dass man sich ein gewisses Maß an Verantwortung für alles fühlt, was gerade passiert. Aber neben den Enttäuschungen haben wir in den letzten Jahren auch wichtige Dinge erreicht. Italien wird stark und groß zurückkommen.“ Die Worte des jungen Torwarts sind ein Appell an die Einheit und den Zusammenhalt der italienischen Fußballfamilie – ein Signal, dass trotz des schweren Rückschlags die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verloren gehen darf.