Dolphins setzen auf neustart: pro bowler bradley chubb entlassen
Schock in miami: chubb muss gehen
Die Miami Dolphins ziehen einen drastischen Schritt im Rahmen ihres umfassenden Umbaus und entlassen Bradley Chubb, einen erfahrenen und durchaus talentierten Edge Rusher. Dieser Schritt schmerzt sportlich, ist aber angesichts der angespannten finanziellen Lage kaum zu vermeiden. Die Entscheidung verdeutlicht den konsequenten Kurs der neuen Führung.

Kapitän im umbruch: die finanzielle notlage
Die Dolphins hatten mit einem negativen Cap Space von 17,4 Millionen Dollar zu kämpfen – ligaweit Platz 29. Ohne signifikante Veränderungen durch Entlassungen, Vertragsanpassungen oder Tauschgeschäfte war kaum Handlungsspielraum gegeben. Chubb war somit einer der ersten Spieler, der dem Sparhammer zum Opfer fällt. General Manager Jon-Eric Sullivan und Head Coach Jeff Hafley setzen ein klares Zeichen: Der Rebuild beginnt entschlossen.

Ein teures kapitel endet
Chubb kam im November 2022 im Tausch mit einem Erstrundenpick von den Denver Broncos nach Miami. Damals befanden sich die Dolphins noch im „Win-Now“-Modus unter Mike McDaniel. Nun steht ein finanzieller und struktureller Reset an. Chubb hätte 2026 noch 31,2 Millionen Dollar gegen den Salary Cap belastet. Durch seine Entlassung sparen die Dolphins rund 7,3 Millionen Dollar, müssen aber 23,8 Millionen Dollar an „Dead Money“ verbuchen.
Sportlich solide, aber kein game-changer
Trotz eines starken Comebacks nach einem Kreuzbandriss, mit 17 Starts, 47 Tackles und 8,5 Sacks in der Saison 2025, konnte Chubb die hohen Erwartungen, die an einen Top-5-Draftpick (2018) und zweifachen Pro Bowler geknüpft waren, nie vollständig erfüllen. Er war ein solider Spieler, aber kein dominanter Pass Rusher, der eine Defense im Alleingang tragen kann.
Mehr als nur ein footballspieler
Abseits des Spielfelds war Chubb ein wichtiger Team-Captain und Miamis Nominierter für den Walter Payton Man of the Year Award 2025. Seine Bedeutung für die Kabine und das Umfeld war unbestritten. Doch emotionale Bindung allein kann die finanziellen Probleme nicht lösen. Die Diskrepanz zwischen dem Kader und den finanziellen Möglichkeiten zwingt zu harten Entscheidungen.
Der anfang vom ende? weitere veränderungen drohen
Chubb wird voraussichtlich nicht der letzte prominente Name sein, der Miami verlässt. Tyreek Hill wird als sicherer Kandidat für eine Entlassung oder einen Trade gehandelt. Auch die Zukunft von Quarterback Tua Tagovailoa ist ungewiss. Die neue Führung setzt auf langfristige finanzielle Stabilität anstelle kurzfristiger Erfolge. Für Chubb selbst sollte sich jedoch schnell eine neue Chance ergeben.
Ausblick: ein neuer kurs für die dolphins
Die Dolphins setzen auf einen konsequenten Umbau, der harte Schnitte beinhaltet. Man hofft, diesmal nachhaltiger zu bauen als in den Jahren 2022 bis 2024. Chubb wird seinen Markt finden, während in Miami eine neue Ära beginnt – eine Ära der finanziellen Disziplin und langfristigen Planung.
