Doku-geburt: belgische wm-hoffnungen in der schwebe?
Ein Baby-Drama wirft Schatten auf die belgische Nationalmannschaft: Jérémy Doku, Leistungsträger der Roten Teufel, steht vor der Entscheidung zwischen Weltmeisterschaft und der Geburt seines ersten Kindes. Die Situation, die sich zu Beginn der WM 2026 zusammensetzte, spaltet die Fans und sorgt für hitzige Diskussionen.

Die zerreißprobe zwischen fußball und familie
Der 24-jährige Flügelspieler von Manchester City hat öffentlich erklärt, dass er die Geburt seines Kindes nicht verpassen möchte, was ihn in einen Konflikt mit seinen WM-Pflichten bringt. Der errechnete Geburtstermin fällt in die Phase der möglichen K.o.-Runde, womöglich zwischen einem Sechzehntelfinale und einem Viertelfinale. Seine Aussage – „Niemand möchte die Geburt seines ersten Kindes verpassen“ – traf die belgische Fußballszene wie ein Blitz. Zwar betonte Doku, dass er sich der Unterstützung des belgischen Fußballverbands bewusst ist, doch die Frage, wie man diese schwierige Situation lösen kann, bleibt offen.
Die Situation ist umso brisanter, da Doku bereits krankheitsbedingt das zweite Gruppenspiel gegen den Iran verpassen wird. Dies nimmt dem Verband etwas Zeit, eine Lösung zu finden, doch der Druck wächst. Die französischen Journalisten zeigen sich wenig verständnisvoll: So äußerte France Pierron, dass Doku die einmalige Chance auf eine WM-Teilnahme aus den Händen gleiten lassen würde, während andere Spieler alles riskieren, um in dieser Position zu sein. Sie wies darauf hin, dass die Rolle des Vaters bei der Geburt ohnehin eher eine Nebenrolle sei.
Ein Privatjet aus Seattle nach London? Die Spekulationen gehen inzwischen so weit, dass der belgische Verband einen Express-Charterflug mit Privatjet (ca. neun Flugstunden) in Erwägung zieht, um Doku im Notfall von Seattle nach London zu bringen. Ein teurer Spaß, der jedoch die Priorität des Verbands widerspiegeln könnte. Ironischerweise befindet sich auch Abwehrspieler Brandon Mechele in einer ähnlichen Situation, doch angesichts der ungewissen Aussichten Belgiens auf das Überwintern in der Gruppe, stellt sich die Frage, ob diese Bemühungen überhaupt notwendig sind.
Die Diskussionen in Belgien toben weiter. Während einige Dokus Entscheidung verstehen und unterstützen, sehen andere darin eine Unsportlichkeit. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der belgische Verband eine Lösung findet, die sowohl den Bedürfnissen des Spielers als auch den Interessen der Nationalmannschaft gerecht wird. Die Fans hoffen, dass Doku trotz der persönlichen Herausforderungen bei der WM dabei sein kann – und dass Belgien die K.o.-Runde erreicht, ohne den Verlust eines so wichtigen Spielers zu spüren.
