Djokovic: spieler haben macht – sabalenka setzt zeichen
Paris – Novak Djokovic hat sich in die hitzige Debatte um die Preisgelder bei den French Open eingeschaltet und eine klare Ansage gemacht: Die Spielerinnen und Spieler müssen ihre Interessen selbst in die Hand nehmen. Während der Serbe seine Unterstützung zusichert, beobachtet er die Verhandlungen „von der Seitenlinie“, lobt aber gleichzeitig das Engagement von Aryna Sabalenka.

Sabalenkas mutiger schritt inspiriert djokovic
Die Forderungen nach einer gerechteren Verteilung der Preisgelder, vorangetrieben von Stars wie Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Alexander Zverev, haben in der Tenniswelt für Aufruhr gesorgt. Sabalenkas Androhung eines Boykotts verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Lage. Djokovic, der in der Vergangenheit als starker Interessenvertreter der Spieler agierte, hält sich aktuell zurück, unterstreicht aber seine Solidarität.
„Um ehrlich zu sein, beobachte ich das eher von der Seitenlinie aus“, erklärte der 24-fache Grand-Slam-Champion. „Ich war nicht an diesen Treffen und Gesprächen beteiligt.“ Doch seine Worte haben Gewicht. Er lobt insbesondere Sabalenka für ihren Mut, sich für eine Veränderung einzusetzen. „Ich bin froh, dass es bei den Führungskräften unseres Sports, wie Sabalenka, die Bereitschaft gibt, wirklich voranzugehen.“
Die Veranstalter der French Open hatten die Preisgelder für dieses Jahr mit 61,7 Millionen Euro beziffert – ein Betrag, der im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen immer noch als zu gering kritisiert wird. Die Diskrepanz zwischen den Einnahmen und der Verteilung der Gewinne hat zu der aktuellen Eskalation geführt. Doch Djokovic sieht darin eine Chance für die Spieler.
„Ich glaube, genau da liegt die Macht der Spieler“, betonte er. „Ich bin immer für eine stärkere Position der Spieler im Ökosystem.“ Die Initiative von Sabalenka, sich offen für Veränderungen einzusetzen und sogar einen Boykott in Erwägung zu ziehen, ist ein starkes Signal an die Verantwortlichen des Tennis. Auch andere Größen des Sports, wie Angelo Binaghi, Präsident des italienischen Tennisverbandes, unterstützen die Forderungen der Spieler.
Djokovic feiert in Rom sein Comeback auf der ATP-Tour und trifft dort auf Dino Prizmic. Doch die Diskussion um die Preisgelder wird auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Es bleibt abzuwarten, ob die Veranstalter der French Open auf die Forderungen der Spieler eingehen werden, oder ob Sabalenkas mutiger Schritt eine nachhaltige Veränderung im Tennis bewirken kann. Die Entwicklung ist mit Spannung zu verfolgen.
