Djokovic sagt madrid ab – der countdown läuft leer

Novak Djokovic streicht das nächste Kracherturnier. Die Schulter schmerzt, der Kalender schrumpft, die Uhr tickt. Madrid? Absage Nummer drei in Serie. Der Serbe, 38, verabschiedet sich per X-Post mit einem Satz, der wie ein Seufzer klingt: „Ich setze meine Genesung fort, um bald zurück zu sein.“

Drei masters, null matches – paris rückt bedrohlich nahe

Erst Miami, dann Monte Carlo, jetzt Madrid. Drei 1000er-Events, drei Mal kurzfristig Pass statt Vorhand. Seit dem Achtelfinal-Aus gegen Jack Draper in Indian Wells Mitte März hat Djokovic keinen Ball mehr gespielt. Neun Matches stehen in der Saison 2026 – für einen Mann, der sonst im April schon 30-plus auf dem Zähler hat, ist das ein Weckruf lauter Stille.

Die Schulter – immer dieselbe Schulter – reagiert nicht auf Tapen, Spritzen oder Betgebet. Der Weltranglisten-Vierte humpelt nicht nur physisch, sondern auch tabellarisch. Die Jäger Alcaraz, Sinner und Zverev haben ihn im Visier, und jedes versäumte Turnier schmeckt nach Punkte-Fastfood für die Konkurrenz.

Rom oder hamburg: letzte ausfahrt vor roland garros

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Noch sind zwei Stationen offen. Rom startet am 6. Mai, Hamburg eine Woche später. Beide Turniere liegen auf Clay, beide bieten 1000 Punkte – und beide sind keine Wellness-Reise, sondern Schlammschlacht auf rotem Belag. Djokovic muss sich entscheiden: riskieren und vielleicht erneut abbrechen, oder weiter warten und ins kalte Wasser von Paris springen.

Die French Open beginnen am 24. Mai. Wer ohne Matchrhythmus in Roland Garros eintrifft, landet meist vor dem zweiten Sonntag auf dem Boulevard périphérique. Djokovic kennt die Statistik, er schrieb selbst genug Kapitel der Tennis-Geschichte. Aber Geschichten haben ein Todesdatum, wenn der Körper streikt.

Die Causa: 24 Grand-Slam-Titel, aber nur neun Matches in vier Monaten. Die Rechnung geht nicht auf. Wenn die Schulter nicht heilt, wird aus der Jagd auf Titel Nummer 25 ein Sprint gegen die Zeit – und die Zeit spielt nicht mit.