Die tragische geschichte von 'renegade' rick wilson: der gescheiterte warrior-klon
Der traum vom wrestling-star – und das bittere ende
Rick Wilson, bekannt als 'Renegade', versuchte in den 1990er Jahren in der WCW, als eine Art Nachfolger von Hulk Hogan und dem Ultimate Warrior Fuß zu fassen. Sein Werdegang war von Anfang an von einem gewagten Täuschungsmanöver geprägt, das letztendlich in einer persönlichen Tragödie endete. Die Geschichte zeigt, wie riskant es sein kann, auf einem bereits etablierten Ruhm aufzubauen, und wie schnell Träume zerbrechen können.

Ein gescheiterter versuch, den warrior zu kopieren
Wilson wurde bewusst als 1:1-Kopie des Ultimate Warrior inszeniert, so offensichtlich, dass sein Scheitern fast vorprogrammiert war. Trotzdem präsentierte Hulk Hogan ihn in der WCW als den Mann, der die 'Hulkamania' ins 21. Jahrhundert führen würde. Doch anstatt zum Star zu werden, endete die Karriere des Mannes, den die WCW als eine Art 'Warrior 2.0' verkaufen wollte, als großer Flop und persönliches Drama.

Die hintergründe: der gescheiterte deal mit dem ultimate warrior
Im Jahr 1995, kurz nach Hogans Wechsel von der WWF zur WCW, versuchte man, auch den Ultimate Warrior zu verpflichten. Die Verhandlungen scheiterten jedoch an dessen hohen Gehaltsforderungen – angeblich 2,5 Millionen Dollar pro Jahr. Als Plan B empfahl ein ehemaliger Chauffeur des Warrior, Wendell Weatherbee, Rick Wilson, der in der Independent-Szene durch sein Aussehen auffiel.

Von stripper zur wrestling-hoffnung
Rick Wilson, damals 29 Jahre alt, hatte zuvor als Stripper gearbeitet. Obwohl die Idee, ihn als Warrior-Double aufzutreten zu lassen, zunächst kritisch gesehen wurde, entschied sich die WCW-Führung, den Versuch zu wagen. Wilson trat zunächst als 'Rio, Lord of the Jungle' auf und bestritt Kämpfe in Japan, bevor er von der WCW engagiert wurde.
Die inszenierung als 'renegade'
Die WCW drängte Wilson in die Rolle des schamlosen Warrior-Imitats. Er erhielt ein ähnliches Outfit, eine ähnliche Gesichtsbemalung und eine an die Musik des Ultimate Warrior angelehnte Einzugsmusik. Ursprünglich sollte er 'Renegade Warrior' heißen, doch die Rechtsabteilung der WWF intervenierte. Die WCW spielte sogar mit der Idee, dass Renegade und der Ultimate Warrior ein und dieselbe Person sein könnten.
Das debüt und der schnelle fall
Renegades Debüt beim Pay-Per-View 'Uncensored' im März 1995 wurde von Hogan als 'ultimative Überraschung' angekündigt. Die Fans jubelten zunächst, glaubten aber schnell, dass es sich nur um eine Kopie handelte. Trotz anfänglicher Siege verlor Renegade an Zugkraft und wurde bei der 'Bash at the Beach' 1995 ausgebuht. Zwei Monate später verlor er den Television Title an Diamond Dallas Page und verschwand in der Masse.
Die tragödie hinter der maske
Rick Wilson fiel durch einen Steroid-Test und verlor an Form. Er bestritt sein letztes Match im Dezember 1998 und wurde gefeuert. Nur wenige Wochen später, am 23. Februar 1999, erschoss er sich während eines Streits mit seiner Freundin. Berichten zufolge litt Wilson nach seinem WCW-Aus an Depressionen und sah sich mit finanziellen Problemen konfrontiert. Er wurde nur 33 Jahre alt.
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