Diamond league: doha-meeting verschoben – sicherheit geht vor!

Schock in der Leichtathletik-Szene: Das prestigeträchtige Diamond-League-Meeting in Doha ist aufgrund der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten verschoben worden. Ursprünglich für den 8. Mai geplant, findet das Event nun am 19. Juni statt – sofern die Sicherheitslage es zulässt. Ein Umzug ins klimatisierten Khalifa International Stadium soll zudem die Athleten vor den extremen Hitzebedingungen schützen.

Die lage im nahen osten zwingt zum handeln

Die lage im nahen osten zwingt zum handeln

Die Entscheidung, das Doha-Meeting zu verschieben, ist eine direkte Folge der jüngsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Katar, die von Iran ausgingen. Die Diamond-League-Verantwortlichen betonten, dass die Sicherheit der Athleten und Zuschauer oberste Priorität habe. „Die Situation in Doha wurde in den letzten Wochen genau beobachtet“, so eine offizielle Erklärung. „Im Interesse aller Beteiligten war die Verschiebung unumgänglich.“

Die Diamond-League-Saison beginnt nun erst am 16. Mai in Shanghai. Doha wird somit zwischen den Bislett Games in Oslo (10. Juni) und dem Meeting de Paris (28. Juni) stattfinden. Die Verschiebung reiht sich in eine Reihe von Absagen großer Sportveranstaltungen im Nahen Osten ein, darunter die Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien sowie die Finalissima zwischen Spanien und Argentinien.

Ein bitterer Rückschlag für die Organisatoren, die mit einem fulminanten Start der Diamond-League-Saison gerechnet hatten. Doch die aktuelle geopolitische Lage lässt kaum Raum für sportliche Großereignisse – ein Umstand, der die gesamte Sportwelt zunehmend beschäftigt. Selbst das glamouröse Pferderennen in Dubai mit seinem Rekordpreisgeld von 30,5 Millionen Dollar konnte dem Klima der Unsicherheit nicht entkommen, obwohl es wie geplant stattfand.

Die Absage des Turn-Weltcups in Doha unterstreicht die Dringlichkeit der Situation. Der Motorrad-Grand-Prix von Katar wurde indes auf den 8. November verlegt. Die Athleten müssen sich nun auf einen veränderten Saisonverlauf einstellen, der durch die Ereignisse im Nahen Osten maßgeblich beeinflusst wird. Die Frage ist: Wie lange wird diese prekäre Situation andauern und welche weiteren sportlichen Großereignisse werden davon betroffen sein?