Diaby patellt: saudi-star erneut vom platz!
Einmal reicht es nicht: Moussa Diaby (26) hat sich in Saudi-Arabien erneut eine rote Karte eingehandelt – und damit seine Zukunft beim amtierenden Meister Al-Ittihad in Frage gestellt. Nur 33 Minuten durfte der ehemalige Bundesliga-Profi am Freitag gegen Al-Hazem in der Startelf stehen, bevor ein unglücklicher Zweikampf alles zunichte machte.
Die eskalation im spitzenspiel
Der Franzose, der im Sommer für die stolze Summe von 60 Millionen Euro von Aston Villa in die Wüste kam, hatte schon zuvor mehrfach mit Fehlverhalten für Schlagzeilen gesorgt. Zunächst sah er in der vergangenen Saison eine Rote Karte, gefolgt von einer weiteren im November gegen Al Nassr. Nun folgte der nächste Ausrutscher: Bei einem Gerangel mit Abdulrahman Al-Dakheel setzte Diaby bei einer Drehung mit dem linken Bein nach und traf seinen Gegner im Schritt. Die Reaktion war sofort spürbar: Al-Hazems Kapitän griff sich an die Hose, protestierte lautstark und ging zu Boden. Schiedsrichterpfiff und rote Karte waren die Folge.
Trainer Sérgio Conceição ließ wenig Zweifel an seiner Enttäuschung: „Ich möchte nicht, dass wir in Unterzahl spielen. Wir haben in einigen Spielen Glück gehabt, aber solche Vergehen sind nicht akzeptabel. Ich stehe nicht auf brutale Zweikämpfe; wir wollen mit Stärke und Kampfgeist spielen, aber ohne Rücksichtslosigkeit.“ Eine Aussage, die angesichts der Tatsache, dass Al-Ittihad in dieser Saison bereits fünfmal die rote Karte erhalten hat – und einmal Gelb-Rot – besonders Gewicht hat. Keine andere Mannschaft in der Liga weist eine derartige Disziplinlosigkeit auf.

Ein teurer fehlkauf?
Trotz der frühen Unterzahl konnte Al-Ittihad das Spiel gegen Al-Hazem dank eines Treffers von Al-Aboud in der 72. Minute knapp mit 1:0 für sich entscheiden. Doch die Frage, ob Diaby sein Geld wert ist, wird immer lauter gestellt. Der ehemalige Leverkusener kommt in dieser Saison auf 36 Einsätze, erzielte dabei lediglich vier Tore und bereitete 13 Treffer vor – Zahlen, die im Vergleich zu seinem Preis deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die wiederholten Platzverweise kosten nicht nur dem Team wertvolle Spielzeit, sondern auch dem Ruf des Vereins und werfen ein schlechtes Licht auf die teure Neuverpflichtung.
Die Suspendierung Diabys wird die Diskussionen über die Kaderplanung von Al-Ittihad weiter anheizen. Ob der Franzose seine Fehler einsehen und in Zukunft disziplinierter agieren wird, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: So lange der Ex-Leverkusener weiterhin rote Karten sammelt, wird seine Zukunft in Saudi-Arabien ungewiss bleiben. Denn eines ist klar: Fußball ist ein Mannschaftssport, und Fehlverhalten eines Einzelnen kann das gesamte Team negativ beeinflussen.
