Dhfk leipzig: elf jahre bundesliga – und jetzt der abstieg?
Ein Schock für den Handballsport: Der SC DHfK Leipzig steht vor dem erstmaligen Abstieg aus der Handball-Bundesliga. Vor 4500 Zuschauern unterlagen die Leipziger der MT Melsungen mit 27:33 – ein deutliches Zeichen, das die lange Serie von elf Jahren in der höchsten Spielklasse jäh beendet.
Die enttäuschung ist greifbar
Die Einladung an die Sponsoren hatte die Partie als „Entscheidungspiel“ angekündigt, doch selbst ein Sieg hätte Leipzig vor diesem Spiel nicht mehr vor dem Abgrund bewahrt. Zwar starteten die Gastgeber dynamisch in die Begegnung, ein 3:0-Lauf von Matej Klima ließ die Hoffnung auf einen erfolgreichen Abend aufkeimen (8:5). Doch die anfängliche Sicherheit war trügerisch. Nach einem unglücklichen Vorfall, bei dem der Ball am Kopf des Keepers Nebojsa Simic landete und dem Kapitän eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte, übernahm Melsungen die Kontrolle.
Aaron Mensing brachte die Gäste in Führung, und William Bogojevic vergab durch zwei Pfostentreffer die Chance zur erneuten Ausgleich. Dean Bombacs letzter Wurf fand ebenfalls sein Ende in der Parade des montenegrinischen Torwarts. Die Wut war ihm ins Gesicht geschrieben, als er wütend die Fäuste an den Torpfosten schlug (12:13). Das Ergebnis bedeutete, dass Leipzig bei einer Niederlage von Wetzlar am Samstag bereits zwei Spieltage vor Saisonende als erster Absteiger feststehen würde – ein Szenario, das jeder Verein vermeiden möchte.

Die mt melsungen dominiert die zweite hälfte
Die MT Melsungen benötigte lediglich dreieinhalb Minuten in der zweiten Halbzeit, um den Vorsprung auf 12:17 auszubauen. Ein kurzweiliger Kempa-Zug zwischen Binder und Staffan Pater sorgte zwar kurz für Hoffnung und brachte den Ball zum 16:18 in die Halle, doch die Leipziger waren demontiert. Die MT Melsungen demonstrierte ihre Überlegenheit und sicherte sich den Sieg. Für Leipzig war es die 22. Saisonniederlage – eine deutliche Bilanz, die den Abstieg besiegelt.
Die Leipziger Mannschaft muss sich nun den bitteren Folgen stellen und den Verlust der Bundesligafähigkeit verkraften. Bleibt zu hoffen, dass der Abstieg nicht den Teamgeist und die Leidenschaft im Verein nachhaltig beschädigt.
