Dhfk leipzig: abstiegskampf erreicht dramatischen tiefpunkt!
Melsungen, Lemgo, Minden – diese drei Namen sind für den SC DHfK Leipzig in der kommenden Saison 2025/26 zum Alptraum geworden. Nach der bitteren 33:36-Niederlage bei der TSV Hannover-Burgdorf steht der Abstiegskandidat vor dem Nichts. Die Luft wird für Leipzig dünner, während andere Teams fieberhaft versuchen, die beiden Abstiegsplätze zu sichern.
Die einsame bank des geschäftsführers
Das Bild, das nach dem Spiel in Hannover vor Augen geführt wurde, ist erschütternd: Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig, saß allein auf der Spielerbank, sein Gesichtsausdruck verzerrt von Enttäuschung und Resignation. Seine Mannschaft hatte eine einmalige Chance vergeben, eine angeschlagene Hannoveraner Mannschaft zu bezwingen – und das fahrlässig. Es war ein Spiegelbild der desolaten Lage des Teams.
„Im Abschlusstraining war der ein- oder andere gerade mal in der Lage, ein Laufen anzudeuten“, berichtet Sven-Sören Christophersen vom TSV Hannover-Burgdorf. Ein erschütterndes Zeugnis der Erschöpfung, die über dem Team lastet. Dass Leipzig dennoch gegen diese „Humpeltruppe“ verlor, ist kaum zu fassen.
Trainer Frank Carstens versuchte, die Situation zu analysieren: „Wir haben es leider nicht geschafft, den Vorteil, den wir uns ausgerechnet hatten – dass die Hannoveraner mit kleiner Besetzung vor zwei Tagen spielen mussten – auf die Platte zu bringen. In der ersten Halbzeit konnte man unseren Plan erahnen, in der zweiten Hälfte lief gar nichts mehr. In der Defensive schafften wir es nicht mehr im entscheidenden Moment zuzuschieben.“
Günther warf einen vernichtenden Blick auf sein Team: „Wenn dann eine Mannschaft, die zwei Spiele mehr in den letzten sieben Tagen in den Knochen hat, in der zweiten Halbzeit hochfährt und wir nicht mehr mithalten können, dann müssen wir uns brutal an die eigene Nase fassen. Wir müssen für die letzten drei Spiele einen anderen Zugang finden. Von den drei Spielen müssen wir zwei gewinnen – Minimum!“
Die Lage ist eindeutig: Mit 13:49 Punkten und dem 18. Platz in der Tabelle befindet sich Leipzig in akuter Abstiegsgefahr. Der Druck steigt mit jeder verlorenen Partie.

Entscheidende spiele vor dem aus
Nach der Länderspielpause am 21. Mai (19 Uhr, live bei Dyn) muss gegen die MT Melsungen ein Sieg her, um die Hoffnung am Leben zu erhalten. Am 3. Juni (20 Uhr) geht es zum TBV Lemgo Lippe, und am letzten Spieltag (7. Juni, 15 Uhr) entscheidet sich alles im direkten Duell gegen GWD Minden.
Während Leipzig um seine Existenz kämpft, versuchen auch andere Teams, sich in der Tabelle zu verbessern. Die Ostwestfalen, die am Freitag ein 28:28 gegen den gefährdeten Bergischen HC erkämpften, müssen in Gummersbach und gegen den THW Kiel bestehen. Der Bergische HC hat noch Heimspiele gegen den THW Kiel und Frisch Auf Göppingen vor der Brust. Und die HSG Wetzlar kann bereits am kommenden Spieltag einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen, wenn sie Erlangen schlägt.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Der Kampf um die Liga wird bis zum letzten Spieltag dramatisch bleiben. Die Fans des SC DHfK Leipzig dürfen nur hoffen, dass ihre Mannschaft die Kraft und Entschlossenheit findet, um den Abstieg zu vermeiden. Denn die Wahrheit ist brutal: Der Traum von der Bundesliga steht am Rande des Scheiterns.
