Dhfk am abgrund: mega-chance klassenerhalt?
Leipzig bangt um
die Wurst – und das in der 90. Minute der Saison. Nach einer desaströsen Vorstellung in Berlin, die eigentlich den direkten Abstieg in die 2. Liga besiegeln müsste, gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer für die Handballer des SC DHfK. Geschäftsführer Karsten Günther fasste die Misere nach dem Spiel im MDR drastisch zusammen: „Das Beste am Spiel war am Ende vielleicht noch das Ergebnis.“Die konkurrenz patzt, die tür öffnet sich
Doch die Fußball-Handball-Götter scheinen den Leipzigern doch noch wohlgesonnen zu sein. Wetzlar und Minden, die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, liefern ebenfalls eine durchwachsene Saison und patzen regelmäßig. Das eröffnet dem DHfK nun eine unerwartete Chance: Zum ersten Mal in dieser Saison könnte die Mannschaft am Donnerstag über den Strich rutschen und erstmals einen Nichtabstiegsplatz erklimmen.
Voraussetzung ist ein Sieg gegen Frisch Auf Göppingen (Anpfiff 19 Uhr). Dabei ist der DHfK in dieser Saison bereits im Pokal siegreich gegen Göppingen war und in der Bundesliga einen Punkt enteilte. Trainer Frank Carstens scheint den Druck zu genießen: „Dafür arbeiten wir. Das streben wir an. Letztlich ist das unser Ziel. Wenn wir das jetzt schaffen können, ist es cool.“

Die tabelle ist für carstens noch nicht relevant
Carstens scheint die Bedeutung der Tabellenposition zu relativieren: „Mich interessiert die Tabelle aber erst am 8. Juni morgens.“ An diesem Tag ist die Saison schließlich nach dem Spiel gegen Minden beendet. Kreisläufer Luka Rogan hingegen zeigt Kampfgeist: „Dafür geben wir 200 Prozent. Wir alle glauben daran.“

Zwei punkte reichen für den sprung
Mit zwei weiteren Punkten würde Leipzig an Wetzlar (ein Punkt weniger) und Minden (schlechteres Torverhältnis) vorbei auf Platz 16 klettern. Und das könnte bereits am Wochenende der Fall sein, denn Minden muss am Freitag in Melsungen antreten, Wetzlar am Samstag in Gummersbach. Beide Aufgaben sind alles andere als einfach. Die Entscheidung liegt nun in den Händen der Leipziger – und das ist eine Verantwortung, die sie mit aller Kraft annehmen müssen.