Dfb-frauen demonstrieren dominanz vor blick auf brasilien
Nürnberg – Mit zwei souveränen Siegen im Rücken demonstrieren die deutschen Fußballerinnen ihren Anspruch auf die WM 2027 in brasilien. Der Blick richtet sich nun auf die anstehenden Duelle gegen Österreich, die als echte Standortbestimmung für das Team von Bundestrainer Christian Wück gelten.

„Derby-vibes“ und harte kämpfe erwartet
Janina Minge, Vize-Kapitänin und Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, spricht von „Derby-Vibes“ angesichts der bevorstehenden Partien gegen die Nachbarn. Viele Spielerinnen kennen ihre österreichischen Kontrahentinnen aus der Bundesliga, was die Duelle zusätzlich brisant macht. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, prophezeit Minge, deren Erfahrung und Vielseitigkeit im DFB-Team unbezahlbar sind. Die gebürtige Wolfsburgerin kann sowohl in der Innenverteidigung, auf der Sechserposition, im Mittelfeld als auch im Sturm eingesetzt werden – eine wahre Allrounderin, die dem Team Flexibilität verleiht.
Die Erinnerungen an die letzten Begegnungen in der Nations League sind noch frisch: Die deutsche Mannschaft setzte sich damals deutlich mit 4:1 und 6:0 durch. Doch Minge warnt vor Selbstüberschätzung. „Österreich hat sich stark entwickelt und wird uns vor große Herausforderungen stellen“, so die 26-Jährige, die seit gut drei Jahren im DFB-Kader spielt und bereits WM- und Olympiaerfahrung sammeln konnte. Ihr Debüt in der Nationalelf feierte sie vor knapp drei Jahren, seither hat sie sich zu einer Führungsspielerin entwickelt und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten stetig gesteigert.
Ein harmonisches Team mit flachen Hierarchien
„Wir haben wenig zu meckern“, grinst Minge, wenn sie auf die Atmosphäre im Team angesprochen wird. „Es läuft bei uns, wir sind ein sehr harmonisches Team, in dem jede Spielerin etwas beitragen kann.“ Die Polizistin im Nebenberuf schätzt die offenen Kommunikationsstrukturen und die fehlenden starren Hierarchien. Ein Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit lieferte sie kürzlich, als sie beim Bundesligaspiel gegen Union Berlin aufgrund einer roten Karte für die Stammkeeperin Stina Johannes sogar als Torhüterin zwischen den Pfosten stand – eine Premiere, die sie mit einem Augenzwinkern kommentiert: „Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten, ich habe jede Position gespielt!“
Die Vorbereitung im mittelfränkischen Herzogenaurach läuft nach Plan. Nach den überzeugenden Siegen gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) sind die Zeichen auf grün. Das Ziel ist klar: Die deutsche Mannschaft will sich in der Tabelle vorne festsetzen und den Weg zur WM 2027 ebnen. Die kommenden Spiele gegen Österreich werden dabei entscheidend sein, um die Ambitionen des Teams unter Beweis zu stellen.
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bewiesen, dass sie zu den Top-Teams Europas gehört. Mit ihrer Flexibilität, ihrem Teamgeist und der individuellen Klasse ihrer Spielerinnen sind sie bereit, die Herausforderungen der WM-Qualifikation anzunehmen und ihre Fans mit attraktivem und erfolgreichem Fußball zu begeistern. Die kommenden Duelle gegen Österreich werden zeigen, ob die DFB-Frauen ihren aktuellen Schwung mitnehmen und ihren Weg Richtung brasilien erfolgreich fortsetzen können.
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