Dfb-frauen demonstrieren dominanz: blick auf das duell gegen österreich

Nürnberg fiebert, Herzogenaurach trainiert – die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor zwei wichtigen Duellen in der WM-Qualifikation gegen Österreich. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen peilt das Team von Christian Wück nun den nächsten Erfolg an, doch Janina Minge warnt vor leichten Unterschätzungen.

Derby-vibes und bundesliga-bekanntschaften

Die Atmosphäre wird knisternd, so Janina Minge, denn die Spiele gegen Österreich sind immer etwas Besonderes. Sie spricht von „Derby-Vibes“, was angesichts der vielen Spielerinnen, die sich in der Bundesliga begegnen, nicht übertrieben ist. Die Erinnerungen an die klare Überlegenheit in der Nations League (4:1 und 6:0) mögen tröstlich sein, doch Minge weiß: „Es werden zwei extrem harte Spiele.“

Die Vorbereitung im mittelfränkischen Herzogenaurach läuft planmäßig, die Stimmung im Team ist bestens. Der Fokus liegt klar auf der Tabellenführung. „Unser Ziel ist es, uns in der Tabelle vorne festzusetzen“, so Minge, die mit ihren 30 Länderspielen zu den erfahrenen Kräften im DFB-Kader gehört. Es scheint, als ob das Team unter Bundestrainer Wück eine neue Reife erreicht hat.

Vielseitigkeit und führungsstärke

Vielseitigkeit und führungsstärke

Die Wolfsburgerin ist nicht nur erfahren, sondern auch eine echte Allround-Spielerin. Ob in der Innenverteidigung, auf der Sechserposition, im Mittelfeld oder sogar im Sturm – Minge ist überall zuhause. Ein besonderes Novum feierte sie kürzlich, als sie aufgrund einer roten Karte und des erschöpften Wechselkontingents sogar im Tor stand. „Natürlich hoffen wir, dass es nicht wieder vorkommt“, schmunzelt sie, „aber ich stehe jederzeit zur Verfügung. Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt.“

Neben ihrer sportlichen Vielseitigkeit überzeugt Minge auch durch ihre Führungsstärke. Als Vize-Kapitänin gehört sie zu den Spielerinnen, die im DFB-Kader eine wichtige Rolle spielen. Die ausgebildete Polizistin agiert mit Übersicht und Ruhe, sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt sie und betont die harmonische Atmosphäre im Team.

Es herrscht eine offene Kommunikation, jede Spielerin kann sich einbringen. „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, sagt Minge mit einem Lächeln. Die kommenden Partien gegen Österreich werden zeigen, ob diese Harmonie und Selbstsicherheit auch auf dem Platz zum Erfolg führen.