Dfb-frauen demonstrieren dominanz – derbyspiele gegen österreich werden zur echten herausforderung!
Nürnberg fiebert, Herzogenaurach trainiert – die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist bereit für die entscheidenden Partien in der WM-Qualifikation. Nach zwei souveränen Siegengegen Slowenien und Norwegen steht nun die Begegnung mit Österreich an, einem Nachbarn, der sich als besonders hartnäckiger Gegner erweist. Janina Minge warnt vor „Derby-Vibes“ und einer Begegnung, die alles andere als ein Selbstläufer wird.
Die erinnerung an klare siege trügt
Wer die vergangenen Duelle zwischen Deutschland und Österreich betrachtet, könnte geneigt sein, von einer klaren Überlegenheit der DFB-Elf sprechen. In der Nations League setzten sich die deutschen Spielerinnen mit 4:1 und 6:0 durch. Doch diese Ergebnisse sollten nicht in falsche Sicherheit wiegen. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, betont Minge, und das aus gutem Grund. Viele der österreichischen Spielerinnen sind den deutschen Frauen aus der Bundesliga vertraut, was die Konkurrenz zusätzlich anheizt.
Die Vorbereitung im mittelfränkischen Herzogenaurach läuft auf Hochtouren. Bundestrainer Christian Wück scheint mit dem bisherigen Verlauf der Qualifikation zufrieden zu sein. Die Siege gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) haben die Mannschaft selbstbewusst gestimmt, doch die kommenden Aufgaben werden eine neue Herausforderung darstellen. „Unser Ziel ist es, uns in der Tabelle vorne festzusetzen“, so Minge, die mit ihren 30 Länderspieleinsätzen zu den erfahrenen Kräften im Team gehört.

Mehr als nur eine spielerin: minge als führungsfigur
Die Entwicklung von Janina Minge in den letzten Jahren ist bemerkenswert. Ihr Debüt in der Nationalelf vor gut drei Jahren markierte den Beginn einer beeindruckenden Karriere, die bis zur olympischen Bronzemedaille 2024 in Frankreich reichte. Seit der Europameisterschaft im vergangenen Jahr zählt sie nicht nur zu den erfahrenen Spielerinnen, sondern auch zu den Führungsfiguren im DFB-Kader. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt sie.
Besonders hervorzuheben ist Minge’s Vielseitigkeit. Ob in der Innenverteidigung, auf der Sechserposition, im offensiven Mittelfeld oder sogar als Stürmerin – die ausgebildete Polizistin kann auf jeder Position eingesetzt werden. Ein bemerkenswertes Beispiel ihrer Anpassungsfähigkeit war ihr überraschender Einsatz als Torhüterin im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin, als die Stammkeeperin eine Rote Karte erhielt. „Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt. Das können auch nicht so viele von sich behaupten.“
Das Team zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Harmonie aus. „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, schmunzelt Minge. Jede Spielerin kann sich einbringen, und das macht die Mannschaft so stark. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Erfolg, und die Spielerinnen scheinen diese Philosophie voll und ganz zu verinnerlichen.
Die Spiele gegen Österreich werden zweifellos eine Zerreißprobe für die deutsche Nationalmannschaft sein. Doch mit dem Selbstvertrauen, der Erfahrung und der Harmonie im Team scheint die DFB-Elf bestens gerüstet für diese Herausforderung. Die Ausgangslage ist klar: Deutschland will seine Position in der Qualifikation festigen und den Weg zur WM 2027 in Brasilien ebnen. Das Duell gegen Österreich wird zeigen, ob die deutschen Frauen ihrer Favoritenrolle gerecht werden können – und ob die „Derby-Vibes“ tatsächlich so intensiv sind, wie Janina Minge prophezeit.
