Dfb bestraft kölner stadionsprecher trippel mit 8000 euro nach dortmund-pleite

Michael Trippel musste nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund zweimal ins Mikro greifen – und kassiert nun die Quittung vom DFB-Sportgericht: 8000 Euro Geldstrafe für den Kölner Stadionsprecher. Die Entscheidung fiel am Dienstag, eine Woche nach dem Eklat im RheinEnergieStadion.

Der 71-Jährige, seit 1999 die Stimme des 1. FC Köln, hatte sich gleich doppelt unbeliebt gemacht. Erst brüllte er nach der Roten Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey „Pfui, widerlich“ in die Anlage, dann legte er nach dem Abpfiff nach: „Ich werde Ärger kriegen, aber …“ – und beschuldigte die Schiedsrichter, ein Handspiel von Yan Couto in der Nachspielzeit ignoriert zu haben. Der VAR blieb stumm, der B gewann, Trippel eskalierte.

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Die Folge: Neben der saftigen Geldstrafe muss der Klub innerhalb von sieben Tagen schriftlich versichern, seinen Stadionsprecher „in geeigneter Weise“ zu erziehen. Künftig sind nur noch neutrale Ansagen erlaubt – jede weitere unsportliche Äußerung wird teurer.

Dass Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler den Vorfall unmittelbar nach Abpfiff intern kritisierte und Trippel sich beim DFB-Kontrollausschuss entschuldigte, milderte das Urteil leicht ab. Doch die Devise ist klar: Wer den Schiedsrichter öffentlich anpingt, zahlt – egal wie legendär seine Stimme im Stadion ist.

Trippel schwieg gestern zu der Entscheidung. Der 1. FC Köln nahm die Strafe kommentarlos zur Kenntnis. Die nächste Heimpleite – und die nächste Durchsage – rückt damit in ein ganz besonderes Licht.