Deutschland zieht die goldene gruppe: wm-gegner sind klar – das finale ruft köln
217 Tage. Genau so lange muss sich das Deutsche Handball-Nationalteam noch gedulden, bis das Eröffnungsspiel in München anpfiff. Doch jetzt ist das Bild komplett: Serbien, Tunesien, Uruguay – das sind die Namen, die Alfred Gislasons Schützlinge auf dem Weg zum ersten WM-Titel seit 2007 im eigenen Land nennen können.
Die auslosung im hofbräuhaus war kein spektakel, sondern eine ansage
Während die Dänen in Gruppe A auf Norwegen treffen und Frankreich sich mit Kroatien rumschlagen darf, hat Deutschland Glück gehabt. Oder besser: die richtige Gruppe gezogen. Kein Weltmeister, kein Europameister, nur Serbien als potentieller Stolperstein. Der Bundestrainer blieb trotzdem nüchtern: „Wenn wir weit kommen wollen, müssen wir jeden schlagen.“ Typisch Gislason – knallhart und direkt.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit dem Silber von Paris 2024 und dem EM-Vize 2026 hat sich dieses Team entwickelt. Mit Kai Häfner und Julius Kühn auf den Außenpositionen, Andreas Wolff zwischen den Pfosten. Die Maschine läuft. Aber die Übermacht heißt Dänemark. „Die versuchen seit Jahren viele Teams zu schlagen“, sagt Gislason mit einem Anflug von Respekt in der Stimme.

München empfängt, köln krönt
Die Reise führt quer durch die Republik. Eröffnung in München gegen Tunesien, dann Stuttgart, Kiel, Magdeburg, Hannover – und am Ende wartet Köln. Die Lanxess Arena als Schauplatz des Finales. Ein Zirkus, der 2007 schon einmal funktioniert hat. Damals war es das Wintermärchen. Heute ist es die Mission Titel-Coup.
Die Karten sind verteilt. Serbien wird kämpfen, Tunesien wird brennen, Uruguay wird träumen. Aber Deutschland hat den Heimvorteil. Und in 217 Tagen wird klar sein, ob das reicht, um Dänemark vom Thron zu stoßen.
