Deutsche tennis-asse scheitern in hamburg – altmaier verliert die nerven!

Schock und Enttäuschung am Rothenbaum: Die letzten deutschen Hoffnungen bei den „Hamburg Open“ sind am Donnerstag im Viertelfinale gescheitert. Ein denkwürdiges Ausscheiden, das von einem wütenden Schläger-Vorfall überschattet wurde.

Altmaiers ausraster: mehr als nur frust

Daniel Altmaier (27) musste sich Tommy Paul (29/USA) mit 2:6, 5:7 geschlagen geben. Doch die Niederlage war nicht das Einzige, was für Aufsehen sorgte. Nach einem verlorenen Break im zweiten Satz ließ Altmaier seiner Frustration freien Lauf – mit einer Szene, die Tennis-Deutschland in Atem hält. Der Schläger flog in die Zuschauerränge! Nur Zentimeter verfehlte ein älterer Herr den direkten Treffer. Ein Mann in der hinteren Reihe bewies Reflexe wie von der Pike auf und fing den Schläger mit einer Hand auf, um ihn zurückzuwerfen. Ein unglaublicher Moment, der viel Glück erforderte.

Paul reklamierte und Altmaier schien selbst geschockt von seiner Reaktion. Eine sofortige Entschuldigung folgte, doch der Stuhlschiedsrichter konnte nicht umhin, eine Verwarnung wegen unsportlichen Verhaltens zu verhängen. Auch von der ATP droht nun eine Strafe. „Ich möchte mich entschuldigen. Das waren Emotionen, absolut nicht akzeptabel“, erklärte Altmaier später bedrückt. Die Auseinandersetzung scheint ihn bis zum Ende des Matches begleitet zu haben.

Buse im höhenflug – und djokovic plant machu picchu

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Während Altmaier patzte, brilliert Ignacio Buse (22) weiterhin. Der Qualifikant, der das Publikum im Sturm erobert hat, besiegte Ugo Humbert (27/Frankreich) nach einem dramatischen Kampf mit 6:3, 5:7, 6:3 und steht zum zweiten Mal in seiner Karriere im Halbfinale eines 500er-Turniers. <>„Ich spiele gerade das beste Tennis meines Lebens“, strahlte der Argentinier mit peruanischen Wurzeln, dessen Urgroßvater auf einem Auswandererschiff geboren wurde.

Und es gibt da noch eine interessante Anekdote: Buse, der sich als kultureller Botschafter versteht, hat kürzlich mit Novak Djokovic gesprochen. Der Weltranglisten-Erste soll ihm von seinem Traum erzählt haben, Machu Picchu zu erkunden. Wer hätte gedacht, dass ein Tennis-Match auch zu solchen Begegnungen führt?

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Es gibt aber auch positive Nachrichten aus Hamburg: Kevin Krawietz (34)/Tim Pütz (38) und Jakob Schnaitter (30)/Mark Wallner (26) stehen im Halbfinale und damit ein deutsch-deutsches Finale am Samstag nicht ausgeschlossen. Und ein weiterer Fakt für die Geschannsbücher: Das Match zwischen Tommy Paul und Tomas Martin Etcheverry dauerte unglaubliche 3:33:16 Stunden – das längste Dreisatz-Match in der Geschichte der „Hamburg Open“!

Neben den Tennis-Stars wurden auch andere Sportlegenden gesichtet: Jogi Bitter (HSV-Handball), Patrick Esume (Football-Coach) und Rhea Harder-Vennewald (Schauspielerin) besuchten die Veranstaltung.