Deutsche para-cracks kassieren dritte klatsche – disvelds traum droht zu platzen

1:2 gegen Italien, zuvor 0:12 gegen China und 0:13 gegen die USA – für Bas Disveld und die deutsche Para-Eishockey-Auswahl wird die Jagd nach Edelmetall in Mailand zur Geduldsprobe. Der Bremer Flügelstürmer, sonst gewohnt, mit Tempo und Trickreich-tum zu glänzen, stolperte mit der Mannschaft erneut über die italienische Abwehrwand.

Ein tor rettet nichts – die statistik wird zur hängepartie

Jano Bußmann brachte das Team früh in Führung (3.), doch schon im ersten Drittel schlichen sich die alten Muster ein: Zu viele Strafzeiten, zu wenig Druck nach Vorne. Als Nils Larch im Powerplay verkürzte (12.), schien die Wende greifbar. Sekunden vor der ersten Pause schlug Nikko Landeros jedoch den beruhigenden Deckel drauf (19.). Die deutschen Chancen blieben ungenutzt – ein Einschlag in ein leeres Netz gelang nicht.

Die Zahlen sind hart: drei Spiele, drei Niederlagen, 1:27 Tore. Für Disveld, der nach einem Autounfall mit 21 in den Rollstuhl kam und seitdem Sport als Ventil nutzt, ist das ein Schlag ins Kontor. „Wir müssen umschalten, nicht jammern“, sagte er nach der Partie mit rauer Stimme. Die Zwischenrunde kommt jetzt wie ein Geschenk: Platz fünf bis acht bleibt erreichbar, doch der Weg führt nur über Siege.

Die stunde der wahrheit steht bevor

Die stunde der wahrheit steht bevor

Trainer Martin Rupp kündigte Umstellungen an: neue Reihen, mehr Aggressivität, ein klarer Kasten. Die nächsten Gegner werden nicht gnädiger sein, aber wer in Mailand bestehen will, muss jetzt liefern. Für Disveld heißt es: Abblättern, aufstehen, Schlittschuhe schnüren – und beweisen, dass Paralympics nicht nur Teilnahme bedeuten, sondern Angriff.

Die deutsche Delegation blickt gespannt auf das Viertelfinale-Tableau: Ein Sieg würde nicht nur die Moral heben, sondern auch die Quote für Paris 2028 verbessern. Die Uhr tickt – und Disveld weiß: Jeder Check, jeder Pass, jeder Puck zählt jetzt doppelt.