Deutsche biathletinnen bekommen neues trainerduo nach winterdebakel
Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland müssen gehen – das Frauen-Team des Deutschen Skiverbandes steht vor einem Umbruch, der längst überfällig war.
Felix Bitterling spricht es offen aus: „Es wird so sein, dass Kristian Mehringer und Sverre Olsbu Röiseland das Frauen-Team verlassen.“ Die Worte des Sportdirektors fallen nach dem letzten Rennen des winters wie ein Startschuss in eine neue Ära. Nach acht Jahren im Amt wird Mehringer künftig eine „sehr wichtige Position“ innerhalb des DSV übernehmen – welche genau, das bleibt vorerst offen. Bei Röiseland steht die Geburt des zweiten Kindes an. „Der Sverre ist eine überragende Persönlichkeit, aber derzeit passen das, was wir benötigen, und seine private Situation nicht zusammen“, erklärt Bitterling. Eine Rückkehr sei aber „nicht ausgeschlossen“.

Denise herrmann-wick fordert neue impulse
Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick hat klare Vorstellungen von der Nachfolge. „Es geht darum, für welche Stärken Deutschland steht und gleichzeitig Innovation reinzubringen“, sagt sie als ZDF-Expertin. Die künftigen Trainer müssten beweisen, dass sie Weltklasse-Athletinnen an die Spitze bringen können. Zudem brauche es eine Verbindung zum Nachwuchs. Die Aufgabe sei nach der schwachen Saison „echt komplex“. Es brauche „Trainer mit Weitsicht, die den Menschen für sich sehen und die individuelle Entfaltung fördern können“.
Die Entscheidung über die Nachfolge steht noch aus. Doch eines ist klar: Die deutschen Biathletinnen müssen sich neu erfinden. Der enttäuschende Winter war kein Ausrutscher – er war ein Weckruf.
