Deschamps führt frankreich trotz mutterbeerdigung ins turnier!

Boston – Didier Deschamps, der Trainer der französischen Nationalmannschaft, hat bewiesen, dass Fußball Priorität hat. Nur wenige Stunden nachdem er an der Seite seiner Familie am Freitag in Frankreich die Beerdigung seiner Mutter Ginette erlebt hatte, dirigierte er gestern Abend die Trainingseinheit des Teams in Boston. Ein Zeichen des Respekts, aber auch der unbedingten Pflicht.

Die vorbereitung auf das duell mit norwegen

Die vorbereitung auf das duell mit norwegen

Die Stimmung im französischen Lager ist trotz der emotionalen Belastung gut. Deschamps wurde von Spielern und Staff mit offenen Armen empfangen. Während die Stammspieler des bevorstehenden Spiels gegen Norwegen eine regenerierende Einheit absolvierten, wurde das restliche Team mit einem intensiveren Training gefordert. Die Vorbereitung läuft somit planmäßig weiter.

Besondere Aufmerksamkeit galt Saliba, dessen Rückenbeschwerden bereits seit einiger Zeit bekannt sind. Deschamps betonte jedoch, dass es sich um nichts Ernstes handelt und er den Innenverteidiger für das anstehende Spiel gegen Gyökeres optimal vorbereiten möchte. Auch Marcus Thuram konnte beruhigen: Sein Problem am Wadenbein ist lediglich eine Muskelermüdung. Die Zeichen stehen also auf uneingeschränkte Einsatzfähigkeit.

Die Mannschaft reist heute weiter nach New York, wo morgen das Abschlusstraining im Melanie Lane Stadium stattfinden wird. Dieser Ort ist bereits im Vorfeld des Turniers bekannt, nachdem hier das Gruppenspiel gegen den Senegal ausgetragen wurde. Die Erinnerungen an diesen Erfolgserlebnis sollen nun neue Kraft spenden.

Die Ereignisse der letzten Tage zeigen einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt im französischen Team ist. Deschamps‘ Engagement und die Professionalität seiner Spieler sind beeindruckend. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Einstellung auch in sportlichen Erfolgen niederschlagen wird. Die Fans dürfen gespannt sein!