Derby-gipfel in mailand – inter und milan liefern sich heute den ultimativen schlagabtausch
Heute Mittag beginnt die Jagd, am Abend wird geschossen. Seit 12:30 Uhr rollt in Lecce der Ball, doch alle Blicke richten sich auf 20:45 Uhr: Dann stehen sich Inter und Milan in der Scala des Fußballs gegenüber – und mit ihnen die Frage, ob die Meisterschaft endgültig die Farbe Nerazzurra bekommt.
Die Stadt schwitzt schon. In den Bars von Porta Venezia stehen die Fernseher auf Strohhälme, die Polizei hat die Zufahrten um San Siro schon gestern gesperrt. Warum? Weil dieses Derby nicht nur drei Punkte zählt, sondern die Saison zementieren kann. Gewinnt Inter, beträgt der Vorsprung auf den Erzrivalen neun Zähler – bei noch acht Spielen ein Grab.
Chivu setzt auf esposito – pioli fehlt der halbe anhang
Cristian Chivu, der Inter-U19-Coach, muss auf Bartesaghi und Jashari verzichten. Dafür rückt Francesco Esposito in den Kader, der 17-Jährige mit dem Dreitagebart und dem Torriecher. Auf der Gegenseite fehlen Florenzi, Pobega und Calabria – Pioli rotiert seine Außenbahn wie ein Schachspieler ohne Türme.
Doch es gibt mehr als Mailand. Die Serie A serviert einen Feiertag à la carte: Fiorentina gegen Parma um 15 Uhr – Vincenzo Italiano will die Europa-League-Träume am Leben erhalten. Bologna empfängt Hellas Verona, während Genoa auf Roma trifft – José Mourinho könnte bei einer Niederlage erstmals seit 2013 aus den Europapokal-Rängen fallen.

Paralypics und underdogs – der sport wirft keinen aus
Parallel dazu starten in Milano-Cortina die Paralympischen Winterspiele. Biathleten mit Armprothesen schießen bei minus sechs Grad, und niemand fragt, ob das relevant ist – die Bilder sind Antwort genug.
In der FA-Cup jagt Leeds um 17:30 Uhr den Sprung unter die letzten Acht, während in Spanien Athletic Bilbao gegen Barcelona die alte Frage klärt: Wer besitzt die Seele des Landes, der Geldadel oder die Bergarbeiter?
Die Uhr tickt. Um 20:30 Uhr geht in Ternana-Gubbio die Serie C in die Nachspielzeit, um 21 Uhr trifft Benfica auf Porto – ein Klassiker, der in Lissabon die Straßen leer und die Seelen voll macht. Und in New York? Da spielen die Red Bulls gegen Montreal – die MLS schickt ihren Sonntagsgruß, während Europa noch zittert.
Fazit: Vierzehn Stunden Nonstop-Fußball, drei Kontinente, ein einziger Tag. Wer heute vor dem Fernseher einschläft, hat morgen keine Reue – nur rote Augen und eine Tabelle im Kopf, die nie lügt.
