Demirovic beendet freiburg-fluch – vfb stuttgart festigt champions-league-ambitionen
Demirovic beendet freiburg-fluch – vfb stuttgart festigt champions-league-ambitionen
Ermedin Demirovic hat mit einem spektakulären Tor den VfB Stuttgart zum wichtigen 1:0-Sieg gegen seinen ehemaligen Verein, den SC Freiburg, geschossen. Lange Zeit schien es ein torloses Unentschieden zu werden, doch der 27-Jährige sorgte in der 77. Minute für die Entscheidung und beendete damit eine persönliche Durststrecke gegen die Breisgauer.
Befreiungsschlag nach langer leidenszeit
Der VfB festigte mit diesem Sieg den vierten Platz in der Bundesliga und untermauert damit seine Ansprüche auf die Teilnahme an der champions league. Für Demirovic war es nicht nur ein besonderes Tor, sondern auch der 50. Bundesligatreffer in seiner Karriere – und der erste ausserhalb des Strafraums. Eine perfekte Woche für den Stürmer, der zuvor schon in der EuropaLeague getroffen und den Geburtstag seiner Tochter feiern konnte.

Tor mit vorgeschmack
Demirovic hatte das Tor quasi angekündigt. Nach dem Geburtstag seiner Tochter am Mittwoch und dem Treffer in der Europa League gegen Bern am Donnerstag, folgte am Sonntag das entscheidende Tor gegen Freiburg. „Eine extrem schöne Woche“, so der glückliche Angreifer, der im Stadion „gefühlt halb Hamburg“ begrüßen durfte. Die Freude über seinen Treffer war riesig.

Freiburg als lieblingsgegner?
Demirovic stellte fest, dass der SC Freiburg ihm „irgendwie ein Gegner ist, gegen den viele Sachen klappen“. In vier Spielen gegen Freiburg traf er jeweils einmal. Doch die Bilanz trügt, denn oft steckte hinter den Toren auch Frustration. „Ich musste mir oft anhören: ‚Bitte schieß kein Tor gegen Freiburg.‘ Denn immer, wenn du ein Traumtor machst, verlieren wir 1:3“, erzählte der ehemalige SC-Profi.
Die angst vor dem 1:3
Nach seinem Tor befürchteten die Teamkollegen erneut eine Niederlage mit dem bekannten Ergebnis von 1:3. Dies war in den vorherigen beiden Spielen gegen Freiburg der Fall gewesen, allerdings jeweils auswärts. Doch diesmal blieb es beim 1:0, da es ein Heimspiel war. In der Vorsaison hatte der VfB sogar deutlich mit 4:0 gewonnen. „Gott sei Dank ist der Bann jetzt gebrochen“, so Demirovic.
Undav bereitet den weg
Die Vorlage von Deniz Undav rundete den Erfolg für Demirovic ab. Der deutsche Nationalspieler hatte zuvor mit einigen vergebenen Chancen zu kämpfen. „Ich habe Deniz auf der Außenseite gesehen“, rekapitulierte Demirovic. „Und wenn er den Ball hat, weiß ich: Ich muss mich nur in eine gute Position bringen, um das Tor zu machen. Das Auge, das er hat, und wie er Spieler in Szene bringen kann – das können in der Bundesliga nicht viele.“
Demirovic relativiert undavs fehlschüsse
Demirovic nahm die vergebenen Chancen seines Kollegen in Schutz. „Es wird immer so groß gemacht, wenn du Chancen vergibst. Aber das ist als Stürmer ganz normal“, erklärte er. „Deniz hat so viele Dinger hintereinander gemacht, uns so oft den Arsch gerettet und so viele Punkte gefühlt alleine geholt. Da kann man auch mal ein Spiel haben, in dem man ein, zwei Dinger verhaut.“
