Dopingfall überschattet olympia-vorbereitung: italienische biathletin positiv getestet
Schock für das italienische biathlon-team
Nur wenige Tage vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo steht das italienische biathlon-Team unter keinem guten Stern. Die Biathletin Rebecca Passler aus Antholz wurde in einer Trainingskontrolle positiv auf die Substanz Letrozol getestet. Dies bedeutet eine vorläufige Sperre für die 24-Jährige und wirft einen Schatten auf die bevorstehenden Wettkämpfe im biathlon.

Positive probe kurz vor olympia
Die italienische Anti-Doping-Agentur (NADO) bestätigte den Befund. Letrozol ist ein Medikament, das hauptsächlich zur Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird, aber auch den Östrogenspiegel senken kann. Im Leistungssport ist die Substanz seit 2008 verboten und steht auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Die genauen Umstände der positiven Probe sind derzeit noch unklar. Bisher hat sich Rebecca Passler noch nicht zu dem Vorfall geäußert.

Passlers bisherige karriere
Rebecca Passler startet seit Ende 2021 im Weltcup. Ihre bisher größten Erfolge waren zwei elfte Plätze im Sprint von Oberhof und im Massenstart von Annecy. Im Januar dieses Jahres war sie bei den Wettkämpfen in Oberhof als Startläuferin der italienischen Frauenstaffel im Einsatz, die jedoch ohne die Top-Athletinnen Lisa Vittozzi und Dorothea Wierer nur den zehnten Platz belegte. Mit der Staffel konnte sie jedoch bereits zwei dritte Plätze erreichen.
Familienhintergrund und weitere verbindungen
Interessanterweise ist Rebecca Passler die Nichte des ehemaligen italienischen Biathleten Johann Passler, der bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary zweimal die Bronzemedaille gewann. Laut italienischen Medien wird Johann Passler während der Winterspiele in Antholz als Logistikhelfer im Stadion tätig sein. Dieser Umstand macht die Situation für die Familie und das gesamte Team noch bedrückender.
Ähnliche fälle in der vergangenheit
Dies ist nicht der erste Dopingfall in Italien, der mit Letrozol in Verbindung steht. Im Jahr 2017 wurde auch die frühere French-Open-Finalistin Sara Errani positiv auf die Substanz getestet. Errani bestritt damals die Einnahme der Substanz und vermutete eine Verunreinigung über Nahrungsmittel. Die Vorgeschichte zeigt, dass die Kontrolle von Nahrungsergänzungsmitteln und die Einhaltung der Anti-Doping-Regeln von entscheidender Bedeutung sind.
Ausblick und weitere untersuchungen
Die vorläufige Sperre von Rebecca Passler bedeutet, dass sie nicht am Start der Olympischen Winterspiele teilnehmen darf. Es ist davon auszugehen, dass die italienische Anti-Doping-Agentur weitere Untersuchungen einleiten wird, um die Hintergründe des positiven Befunds aufzuklären. Dieser Fall verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung fairer Wettkämpfe und die Notwendigkeit, den Kampf gegen Doping fortzusetzen. Als Sportliebhaber hoffe ich, dass die Wahrheit ans Licht kommt und die Integrität des Sports gewahrt bleibt.
