Delbianco: endurance, superbike-test und titelverteidigung – ein voller terminkalender!

Alessandro Delbianco, der amtierende italienische Superbike-Champion, steht vor einer Saison, die seinesgleichen sucht. Nach seinem dominanten Sieg im Jahr 2025 mit der Yamaha R1 des DMR-Teams plant der 28-jährige Reminenser ein ambitioniertes Programm, das ihn auf drei unterschiedlichen Fronten fordern wird. Und das alles in den Farben der japanischen Marke.

Die herausforderung endurance: mit marino und de puniet ans world-elite-niveau

Das Highlight des Jahres wird zweifellos der Einsatz im Weltmeisterschaft Endurance sein. Delbianco wird Teil des renommierten Elf Marc Vds Racing Team/Km99 sein und sich die Strecke mit den französischen Top-Piloten Florian Marino und Randy de Puniet teilen. Eine spannende Konstellation, die vielversprechend auf eine erfolgreiche Saison hindeutet. Die Herausforderung liegt darin, sich an die Bridgestone-Reifen zu gewöhnen, die in diesem Jahr zum Einsatz kommen.

Tester für superbike: mehr als nur ein joker

Tester für superbike: mehr als nur ein joker

Neben dem Endurance-Engagement wird Delbianco auch die Rolle eines Testpiloten für das Yamaha Superbike-Team übernehmen. Dies ist eine informelle Position als erster Ersatzfahrer in der Serie, die ihm die Möglichkeit gibt, sein Können auf höchstem Niveau zu präsentieren und gleichzeitig zur Weiterentwicklung der Yamaha R1 beizutragen. <Ein echter Vertrauensbeweis von Yamaha.

Die verteidigung des civ-titels: eine gratwanderung

Die verteidigung des civ-titels: eine gratwanderung

Trotz dieser ambitionierten Pläne hat Delbianco auch das Ziel, seinen italienischen Superbike-Titel (CIV) zu verteidigen. Allerdings gestaltet sich dies schwieriger als gedacht, da er aufgrund von Terminkonflikten nur an vier von sechs Rennwochenenden teilnehmen kann. Eine echte Gratwanderung, die ihm alles abverlangen wird. Aber Delbianco ist zuversichtlich: „Ich bin jetzt ein Profi, ich weiß, was es braucht, um zu gewinnen.“

Im exklusiven Gespräch mit Gazzetta Motori betonte Delbianco, dass er sich bei Yamaha bestens aufgehoben fühlt, trotz anderer Angebote. „Ich bin schon seit vier Jahren bei Yamaha und habe nie in Erwägung gezogen, das Team zu verlassen. Ich fühle mich hier zu Hause und bin dankbar für die Möglichkeiten, die mir geboten werden.“

Die neu gewonnene mentale Stärke und das professionelle Umfeld, insbesondere die Zusammenarbeit mit dem DMR-Team, das er als „Familie“ bezeichnet, haben Delbiancos Selbstvertrauen weiter gestärkt. „Es reicht nicht aus, nur schnell zu fahren – die Vorbereitung, die Arbeit mit dem Team und die Unterstützung im Hintergrund sind entscheidend“, so Delbianco.

Obwohl die R1 im CIV-Reglement vielleicht nicht die jüngste Maschine ist, ist Delbianco von ihrem Potenzial überzeugt. Vor allem sein besonderes Gefühl für die Maschine, das ihn schon seit seinen Anfängen als Yamaha-Fahrer begleitet, lässt ihn optimistisch in die Saison blicken. Und was die Gegner betrifft, so rechnet Delbianco vor allem mit Michele Pirro und Federico Rinaldi, sowie einigen überraschenden Herausforderern.

Delbianco wird im CIV nicht seine Startnummer 1 tragen, sondern bleibt seinem traditionellen 52 treu. „Diese Nummer ist mir wichtig, sie erinnert mich an all die Emotionen, die ich mit Yamaha erlebt habe. Ich werde sie so lange wie möglich tragen.“

Mit dem Blick auf die bevorstehende Endurance-Saison und die vielen Trainingsstunden, die er nach seiner Knieoperation absolviert hat, blickt Delbianco voller Vorfreude auf die 24 Stunden von Le Mans. „Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder Rennen zu fahren!“