Del toro pulverisiert rivalen am monte murlo – tirreno-sieger 2026 steht fest

188 km, fünf Anstiege, ein mexikanischer Faustschlag. Isaac del Toro jagte am Samstag über die steile Rampe von Camerino und zertrümmerte mit 42 Sekunden Vorsprung alle Resthoffnungen Italiens. Der 22-Jährige aus Guadalajara trägt morgen das Blaue nach Monte San Bartolo – und niemand wird es ihm mehr entreißen.

Warum giulio pellizzari heute nur noch rechnet

Der 20-jährige Bergtalent aus Red Bull-Bora kam mit 14 Sekunden Rückstand in den Apennin. Am Punkt, an dem die Straße auf 14 % steigt, schaltete del Toro zwei Gänge tiefer und öffnete eine Lücke, die sofort wie ein Messer durch das Hauptfeld schnitt. Pellizzari schob noch 300 m mit, dann klappte der Blick nach unten: ein halbes Radlängen, eine Sekunde, zehn – aus. Ab dem Zeitmessstrich war die Fahrt zur Formsache verkommen.

Was folgte, war ein Solo von 11 km, das die UAE-Staffel schon vor Wochen in Sierra Nevada geplant hatte. Del Toro fuhr nicht über, er fuhr davon – 34:12 min für den finalen Anstieg, 5 % schneller als jede bisherige Computermessung auf diesem Profil. Die Sportdirektoren starrten auf ihre Tablets: Power 7,1 W/kg, Herzrate 199. „Das ist nicht Normal, das ist Signal“, murmelte sogar Visma-Chef Merijn Zeeman.

Die kasse klingelt schon

Die kasse klingelt schon

Der Etappensieg bringt 10.000 Euro, das blaue Trikot weitere 25.000 – Peanuts für einen Weltklasse-Rookie, aber der Vertrag von del Toro läuft Ende 2026 aus. UAE will verlängern, hat aber bereits ein Angebot von 3,2 Mio. Euro Netto pro Jahr auf dem Tisch. Die Summe ist in der italienischen Presse durchgesickert. Ein Zeichen: Der Mexikaner ist nicht mehr nur ein Projekt, er ist ein Markenname.

Mit der Zeitsherrschaft im Rücken reicht del Toro morgen ein Soufflé-Fahren entlang der Adria. Die flache 7. Etappe (154 km) ist traditionell ein Tag für Sprinter, doch das Sprinterfeld ist halb leer gefegt: Groenewegen und Jakobsen sind krank, Milan verletzt. Wahrscheinlich wird es ein Protokoll-Etappensieg für einen Mann, der ohnehin schon Geschichte schreibt.

Der Tirreno-Adriatico 2026 findet damit seinen ersten mexicanischen Gewinner seit 2011 – und die Vuelta, der Giro, die Tour bekommen einen neuen Kandidaten, der nicht fragt, ob er bereit ist, sondern allen sagt, dass sie sich warm anziehen sollen.