Del toro dominiert: entscheidung im kampf um den gelben trikot naht!
Die Luft knisterte vor Spannung im alpinen Etappenrennen – und Isaac del Toro hat nun die Segel endgültig in Richtung Gelbes Trikot gesetzt. Nach einem chaotischen Tag, der mit Stürzen und taktischen Schachzügen gesäumt war, demonstrierte der junge Mexikaner seine Klasse und sicherte sich den Solosieg auf dem Grand Colombier, während die Konkurrenz versuchte, seinen Angriffen standzuhalten.

Ein sturz, eine chance, ein triumph
Die siebte Etappe, mit dem gefürchteten Grand Colombier als krönendem Abschluss, sollte den Ausschlag werfen. Doch bevor es zu einem direkten Duell der Favoriten kam, sorgte bereits in der neutralisierten Zone ein Sturz für Aufsehen: Daniel Felipe Martínez gehörte zu den Pechvögeln, die unglücklich zu Boden gingen. Ein harmloser Zwischenfall, der jedoch den Ton für einen Tag voller Nervenkitzel vorgab.
Der erste Teil der Etappe präsentierte ein Feuerwerk an Attacken, als mehrere Fahrer versuchten, sich in eine aussichtsreiche Fluchtgruppe zu katapultieren. Doch die steilen Anstiege und die aggressiven Verfolger machten es ihnen schwer. Ein weiterer Rückschlag folgte, als die Fahrer beim Abstieg der Côte de Saint-Maurice-de-Rotherens mit einer gefährlichen Schotterpassage konfrontiert wurden, die die Organisation zur Neutralisierung der Abfahrt zwang. Die Auswirkungen waren sofort spürbar.
Paul Seixas, der französische Hoffnungsträger, sah sich nach einem Sturz gezwungen, auf die Hilfe seiner Teamkollegen zu zählen, um wieder Anschluss zu finden. Der Rückstand auf das Peloton betrug zunächst fast vier Minuten – eine kritische Situation für den jungen Franzosen. Währenddessen kochte es im Feld der Favoriten hoch. Carlos Rodríguez nutzte die Gunst der Stunde und versuchte sein Glück in einer weiteren Ausreißergruppe, doch es war das Decathlon-Team, das die Lücke zwischen Peloton und Ausreißern schrittweise zu schließen wusste.
Als Lidl-Trek die Verantwortung übernahm und das Tempo erhöhte, wurde deutlich, dass der Grand Colombier der entscheidende Schauplatz sein würde. Doch bereits auf den ersten Kilometern des Anstiegs musste sich Seixas geschlagen geben und fiel zurück, wodurch seine Gelbträume im Sande verliefen.
Juan Ayuso zeigte im Vergleich zum Vortag eine deutliche Steigerung und startete einen Angriff, der Ben Tulett zunächst nicht folgen konnte. Doch del Toro hatte alles im Blick und reagierte prompt. Mit einem verheerenden Antritt neutralisierte er Ayuso und setzte sich schließlich in einem beeindruckenden Solojahrwerk ab. Del Toro fuhr unangefochten zum Sieg und festigte seine Position in der Gesamtklassifikation.
Die Entscheidung im Kampf um das Gelbe Trikot rückt immer näher. Mit seiner beeindruckenden Vorstellung hat Isaac del Toro gezeigt, dass er bereit ist, die Herausforderung anzunehmen und den Gesamtsieg in den Händen zu halten.
