Degenkolb packt an: "ich haufe alles raus!"
Eschborn. John Degenkolb, der erfahrene Sprinter aus Oberursel, hat sich in der aktuellen Diskussion um die anspruchsvollere Strecke des Radklassikers Eschborn-Frankfurt klar positioniert: Er wird alles geben. Seine Einschätzung? Die Siegchancen sind gering, aber der Wille, sich zu messen und zu kämpfen, ist ungebrochen.

Die neue strecke: eine herausforderung für sprinter
Die Organisatoren, angeführt von Ex-Profi Fabian Wegmann, haben die Strecke modifiziert, um das Rennen für die Fahrer anspruchsvoller zu gestalten. Neue Anstiege, darunter der erstmals in das Profil aufgenommene 500 Meter lange Anstieg in Schmitten-Niederreifenberg mit einer durchschnittlichen Steigung von elf Prozent, und die anspruchsvollere Südwest-Seite des Feldbergs, machen das Rennen zu einem echten Test für Bergfahrer. Degenkolb, der sich bestens mit dem Taunus auskennt, beurteilt die Situation realistisch: "Das ist nichts für Sprinter-Typen, sondern für starke Bergfahrer."
Doch bevor man Degenkolb abschreibt, sollte man eines nicht vergessen: Der Mann ist kein Unbekannter. Seine Rückkehr zum Profi-Radsport nach einem schweren Sturz ist eine Geschichte an sich – ein Beweis für seine mentale Stärke und seinen unbändigen Willen. Und gerade das macht ihn gefährlich. Wegmann selbst hat die Strecke absichtlich schwerer gemacht, um das Rennen zu animieren, und das Ziel ist klar: “Wir wollen alles rausholen, was der Taunus zu bieten hat.”
Degenkolb’s Worte sind deutlich: Er freut sich einfach darauf, wieder am Start stehen zu können. Eschborn-Frankfurt bedeutet ihm etwas Besonderes – ein Heimrennen, bei dem er vor seiner Familie und seinen Fans zeigen kann, was in ihm steckt. Und wer Degenkolb kennt, weiß, dass er selbst dann, wenn die Siegchancen gering sind, immer alles gibt. Er wird für jeden Meter kämpfen, für jeden Berg, für jede Chance. Er wird alles raus hauen.
Neben Degenkolb werden auch andere starke Fahrer am Start sein, darunter Pello Bilbao, Brandon McNulty und Alex Aranburu. Auch deutsche Profis wie Nils Politt, Maximilian Schachmann und Georg Zimmermann werden versuchen, sich in die vorderen Positionen zu kämpfen. Aber eines ist sicher: Degenkolb wird nicht kampflos aufgeben.
Die 63. Auflage des Radklassikers Eschborn-Frankfurt am 1. Mai verspricht ein spannendes Rennen zu werden. Ob Degenkolb am Ende auf dem Podium steht, bleibt abzuwarten. Aber eines ist gewiss: Er wird alles in seiner Macht Stehende tun, um sein Publikum zu begeistern und seine Gegner herauszufordern. Und das ist mehr wert als jeder Sieg.
