De la fuente und del bosque: ein blick zurück auf den wm-triumph und die zukunft

Luis de la Fuente und Vicente del Bosque, zwei prägende Figuren des spanischen Fußballs, trafen im Rahmen der Produktion „La estrella que nos une“ von @sefutbol aufeinander, um über die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft der Nationalmannschaft zu sprechen – mit dem bevorstehenden WM-Turnier im Hinterkopf.

Die schmerzhaften entscheidungen des champions

Del Bosque, der mit Spanien 2010 den WM-Titel gewann, offenbarte, dass ihm drei Entscheidungen bis heute nachhängen. „Eine war es, Raúl nicht zur Weltmeisterschaft zu nehmen, aufgrund der großen Zuneigung, die wir zu ihm hatten. Die zweite war die Nicht-Berücksichtigung von Senna, mit dem wir gerade die Europameisterschaft 2008 gewonnen hatten. Und die dritte war Iker Casillas, für den wir in diesem Turnier einen anderen eingesetzt haben“, gestand der ehemalige Trainer. Diese Entscheidungen, so Del Bosque, würden ihn „solange begleiten, wie ich lebe“.

De la Fuente betonte die Schwierigkeit, Spieler, die das Potenzial dazu hätten, aus dem Kader zu streichen. „Das Schmerzhafteste ist, Spieler aussortieren zu müssen, die durchaus spielberechtigt wären. Neben den Verletzungen ist es schwer, zu sehen, wie talentierte Fußballer aufgrund von Entscheidungen zuhause bleiben müssen.“

Favoritenrolle mit vorsicht genießen

Favoritenrolle mit vorsicht genießen

Obwohl Spanien als einer der Favoriten für die WM gehandelt wird, mahnten beide Trainer zur Vorsicht. De la Fuente betonte: „Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Ja, wir sind Favorit, aber genauso wie England oder Frankreich.“ Del Bosque stimmte zu: „Man muss vorsichtig sein, auch wenn man als Favorit gilt.“

Ein entscheidender Unterschied: De la Fuente hob hervor, dass die Dynamik im Nationalteam anders sei als in den Vereinen. „Die Leute sind sich nicht bewusst, wie groß die Gleichheit auf Länderspielniveau ist. Es hat nichts mit den Vereinen zu tun. In jedem Land gibt es elf gute Spieler. Man spricht von der Chile meiner Zeit, aber schaut euch Kolumbien oder Ecuador an. Wichtig ist jetzt, eine gemeinsame Idee zu haben, aber der besondere Touch kommt von den Spielern.“

Die Atmosphäre im Team wird von beiden Trainern als positiv beschrieben. „Hier gibt es keine Vereinsspieler, sondern Spieler der Nationalmannschaft. Das ist eine andere Mentalität. Im medialen Raum und bei einigen Fans mag es den Eindruck geben, dass es Konflikte oder Differenzen geben könnte, aber für uns ist das nicht der Fall. Unsere einzige Motivation ist es, die Besten zu berufen.“

Die kunst der führung

Die kunst der führung

Del Bosque offenbarte eine interessante Philosophie: „Es muss so aussehen, als ob sie das Sagen haben, aber du musst bekommen, was du willst.“ Diese subtile Kunst der Führung, so scheint es, war ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der spanischen Nationalmannschaft im Jahr 2010. De la Fuente legt großen Wert auf die Persönlichkeit seiner Spieler. „Mit Unai Simón, Mikel Merino oder Fabián arbeite ich seit 2015 zusammen. Ich kenne sie sehr gut. Sie sind nicht nur die besten Spieler der Welt, sondern auch die besten Menschen.“

Die Erwartungen sind hoch, aber die Erinnerung an die schmerzhaften Entscheidungen und die Notwendigkeit, eine harmonische Mannschaft zu formen, mahnen zur Besonnenheit. Spanien steht vor einer Herausforderung, die mehr als nur taktische Finesse erfordert – es braucht eine Führung, die sowohl Stärke als auch Empathie vereint. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob De la Fuente in der Lage ist, das Erbe von Del Bosque fortzuführen und Spanien zurück an die Spitze des Weltfußballs zu führen.