De frutos wirft den nächsten rettungsanker: rayo entkommt dem abstiegsstrudel
Vallecas atmet auf. Mit einem 1:0 gegen Elche und dem ersten Saisontreffer von Randy Nteka hat der Rayo Vallecano am Freitagabend drei goldene Punkte gesammelt – und damit die Abstiegszone endgültig hinter sich gelassen. Jorge de Frutos, Flügelstürmer und spanischer Nationalspieler, sprach nach Abpfiff von einem „riesigen Schritt“ Richtung Klassenerhalt. Die Liga ist eng wie eh und je, doch die Tabellensituation ist endlich wieder in eigener Hand.
Bigas-rotung wird zur zäsur
Die Partie kippte in der 39. Minute, als Elche-Verteidiger Pedro Bigas nach zwei Gelben Karten vorzeitig duschen musste. Fortan agierte der Aufsteiger nur noch mit zehn Mann, doch Rayo brauchte 35 weitere Minuten, um die numerische Überlegenheit in Zahlen umzumünzen. Nteka, bis dato ohne Torbeteiligung in dieser Saison, schlenzte einen abprallenden Ball aus 14 Metern unhaltbar unter die Latte. Der Druck war spürbar, die Erleichtert anschließend noch größer.
De Frutos analysierte nüchtern: „Gegen eine kompakte Fünferkette und bei engen Platzverhältnissen wird selbst ein Mehrzahl kein Selbstläufer.“ Doch genau das habe seine Mannschaft bewiesen: Geduld, Laufwege variieren, die Räume kreieren statt erzwingen. Der eingewechselte Nteka fungierte dabei als Joker – ein Klassiker im Repertoire von Coach Andoni Iraola.

Der blick richtet sich bereits nach athen
Bereits am Donnerstag steht das Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League gegen AEK Athen an. Für Rayo ist es das erste europäisches Viertelfinale seit 2001. „Wir träumen laut“, sagt de Frutos und lächelt dabei verschmitzt. „Aber wir träumen mit Verantwortung.“ Die Liga bleibe Priorität, doch das europäische Abenteuer ziehe die Fans wie ein Magnet ins Stadion – und die Spieler auf ein Level, das sich in der Primera División selten einstellt.
Die Zahren sprechen für sich: Seit sieben Pflichtspielen ist Rayo ungeschlagen, vier davon endeten mit drei Punkten. Die Tordifferenz in diesem Zeitraum: 9:2. Eine Defensive, die endlich Stabilität ausstrahlt, plus ein Randy Nteka, der sich selbst aus dem Schatten holt – mehr Selbstvertrauen geht nicht.
Vallecas feiert, Athen wartet. Und wenn der Rayo weiter so punkte wie am Freitag, könnte diese Saison am Ende größer werden als jede vorherige.
