Dbb macht's möglich: mumbrú trainiert bologna – doppeljob perfekt!
Ein überraschender Sinneswandel beim Deutschen Basketball Bund (DBB)! Lange Zeit galt das Verbot, als Bundestrainer auch in der Liga zu arbeiten, als unumstößlich. Doch nun legt der Verband überraschend die Segel für seinen Nachfolger Álex Mumbrú, der in Personalunion Headcoach der italienischen Euroleague-Mannschaft Virtus Bologna wird. Ein Deal, der die Basketballwelt aufwirbelt.
Die zeiten ändern sich: vom verbot zur ermöglichung
Noch vor zwei Jahren, als der damalige Bundestrainer Gordon Herbert beim FC Bayern anheuerte, musste er um Sondergenehmigungen bitten. Ein Szenario, das sich heute wie aus einer anderen Zeit entstammt. DBB-Präsident Ingo Weiss erklärte: „Alex ist mit dem Wunsch an uns herangetreten, neben seiner Tätigkeit als Herren-Bundestrainer in Bologna zu arbeiten. Nach intensiver Beratung und Gesprächen haben wir der Möglichkeit zugestimmt.“
Die Entscheidung ist brisant, da sie den Trend internationaler Top-Coaches widerspiegelt, die gleichzeitig Nationalmannschaften und Klubs leiten. Dirk Bauermann war der letzte Bundestrainer, der diese Doppelrolle innehatte – ein Kapitel, das mittlerweile Geschichte ist. Doch mit Blick auf die anstehenden Qualifikationsfenster und den Supercup in Hamburg im August, sieht der DBB die Chance, Mumbrús Expertise optimal zu nutzen.

Warum dieser schachzug für den dbb sinnvoll ist
Die Entscheidung des DBB ist nicht nur ein Zeichen des Wandels, sondern auch eine strategische Maßnahme. Mit nur wenigen Terminen für die Nationalmannschaft in diesem Jahr kann Mumbrú seine Coaching-Fähigkeiten in Bologna weiterentwickeln und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen sammeln, die er in die Arbeit mit dem DBB-Team einbringen kann. Die letzte Saison in Bologna war von Trainerwechseln geprägt – der Abgang von Duško Ivanović und der kurzzeitige Interimsjob von Nenad Jakovljević zeugen von einer turbulenten Zeit.
Massimo Zanetti, Präsident von Virtus Bologna und Kaffeekönig, lobte die deutsch-italienische Partnerschaft als „außergewöhnlich prestigeträchtig“. Die Zusammenarbeit zwischen dem DBB und Virtus Bologna verspricht nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch einen kulturellen Austausch, der über den Basketball hinausgeht.
Mumbrú selbst betonte seine Dankbarkeit gegenüber dem DBB und betonte, dass sein Fokus weiterhin auf den kommenden Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft 2027 liegt. „Ich bin dem DBB sehr dankbar, dass er mir diese Chance eröffnet“, so der Spanier. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Doppelbelastung für den Coach zum Nachteil der Nationalmannschaft geht, doch im Moment scheint der DBB einen mutigen und vielversprechenden Weg einzuschlagen.
Die Faszination des Sports lebt von solchen Wendungen und neuen Perspektiven. Ob diese Entscheidung langfristig die richtigen Früchte trägt, wird die Zukunft zeigen, aber eines ist sicher: Der deutsche Basketball erlebt derzeit aufregende Zeiten.
