„Wonderwall“ erobert die wm: englands neue hymne?
Dallas bebte, als England seinen Triumph bei der WM 2026 gegen Kroatien (4:2) mit einem unerwarteten musikalischen Geschenk feierte: „Wonderwall“ von Oasis hallte durch das Stadion und schien die neue Hymne der Three Lions zu werden.
Ein moment der einheit
Was als spontane Reaktion auf den Sieg begann, könnte sich als nachhaltiger Trend erweisen. John Hemmingham, der Trompeter der englischen Nationalmannschaft, beschrieb die Szene gegenüber „The Sun“ als „beispiellos“. Er habe schon acht Weltmeisterschaften erlebt, „aber so etwas wie diese Wonderwall-Performance habe ich noch nie erlebt.“ Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, wie die Fans – darunter auch Harry Kane und Jude Bellingham – aus voller Kehle mitsangen. Der Moment der kollektiven Freude und des Stolzes schien mehr zu sein als nur ein kurzlebiger Ausbruch.
Das Spiel selbst war ein Torspektakel. Harry Kane zeigte eine beeindruckende Leistung und erzielte zwei Treffer (12. und 42. Minute), bevor Bellingham (47.) und Rashford (85.) die Entscheidung besiegelten. Musa hatte zwar für Kroatien zwischenzeitlich ausgeglichen (45.+5.), doch die englische Mannschaft ließ sich nicht entmutigen.

Von „sweet caroline“ zu „wonderwall“?
Der Ex-England-Kapitän Terry Butcher schloss sich dem Lob an und plädierte dafür, den Hit als Ersatz für „Sweet Caroline“ von Neil Diamond zu etablieren, der während der EM 2021 für Furore sorgte. „Wonderwall ist ein großartiges Lied“, sagte Butcher. „Jeder kennt den Text, und die Tatsache, dass er aus Manchester stammt, einer der patriotischsten Städte Englands, macht ihn zu einer perfekten Hymne.“ Der Trompeter Hemmingham fügte hinzu: „Es ist eine großartige Hymne und wird uns bis ins Finale tragen.“
Die Fans scheinen die Idee zu unterstützen. Die Begeisterung für „Wonderwall“ ist deutlich spürbar und könnte tatsächlich eine neue Ära der englischen Fußballkultur einläuten. Es bleibt abzuwarten, ob der Oasis-Klassiker seinen Weg in die Herzen der Fans findet und sich als feste Größe etabliert. Doch eines ist klar: Der Sieg gegen Kroatien und der damit verbundene „Wonderwall“-Moment haben die englische Nationalmannschaft und ihre Anhänger auf einzigartige Weise zusammengebracht.
