D'aversa reicht's: torino kassiert späte niederlage in neapel
Neapel braucht 87 Minuten
, um Torino zu brechen. Die 2:1-Defensive des Tabellen-14. gegen den amtierenden Meister wirkt wie ein Schlag in die Magengrube – und doch steht TrainerRoberto D'Aversa nach Schlusspfiff vor den Mikrofonen von DAZN und lüftet nur kurz den Frust. „Die Mannschaft hat nie aufgegeben“, sagt er, während die Stimme zwischen Resignation und Stolz schwankt.Das spiel in zwei sätzen: früh unter druck, spät ohne belohnung
Der erste Durchgang gehört ganz Napoli. Die Partenopei spielen, als wäre der Ball ein Fremdkörper im Torino-Strafraum – 15:3-Torschüsse zur Pause. D'Aversa versetzt die Bank, stellt um von 3-5-2 auf 4-3-3, doch die Wende bleibt aus. Bis zur 67. Minute, als Cesare Casadei nach einer Freistoßflanke per Kopf verkürzt. Plötzlich glaubt das Granata-Quartier wieder an den Punkt. Doch dann kommt Kvaratskhelia, frisch eingewechselt, und schlenzt in den Winkel. 2:1. Aus.
Die Statistik ist gnadenlos: Torino kassiert die zehnte Auswärtsniederlage in dieser Serie-A-Saison, nur 30 Punkte stehen nach 28 Spielen zu Buche – so wenig wie zuletzt 2012/13. Die Champions-League ist ein Traum, das reale Ziel heißt Klassenerhalt. Und genau darum geht es in D'Aversa' Kopf. „Wir müssen mutiger auftreten, die Details entscheiden“, sagt er. „Heute haben wir wieder ein paar gelernt.“

30 Punkte, platz 14 – und kein grund zur panik?
Der Trainer spricht von „Determination“ als Unterscheidungsmerkmal. Tatsächlich: Torino gewinnt die Zweikämpfe in der Luft (56 %), aber verliert sie im letzten Drittel. Die Expected Goals-Werte liegen bei 1,4 für das Granata, bei 2,1 für Napoli – die Effizienz fehlt. D'Aversa weiß das. „Wir können nicht nur das Ergebnis anschauen, sondern auch die Leistung.“ Eine Leistung, die in Neapel zumindest Ansätze zeigt, dass sein System funktioniert, wenn die Spieler die Räume früher erkennen.
Am Horizont: die nächste schwere Aufgabe. Am Sonntag empfangen die Turiner AS Rom, ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um die europäischen Plätze. D'Aversa wird wieder vor den Medien stehen, wieder dieselben Fragen beantworten. Die Antworten aber werden nur dann anders klingen, wenn seine Mannschaft endlich die Tore erzielt, die das Spiel drehen. Sonst bleibt Neapel nur eine weitere Station auf dem Weg in die Mittelmäßigkeit.
