Darts-schock vor der wm: uganda darf nicht spielen!
Ein bitterer Schlag für den ugandischen Darts-Nachwuchs: Patrick Ocheng und Juma Said, die beiden Spieler, die Ugandas ersten Auftritt bei der Team-Weltmeisterschaft in Frankfurt/Main überhaupt erst ermöglichten, müssen kurz vor dem Turnierstart ihre Koffer packen. Ihnen wurde die Einreise nach Deutschland verweigert – ein Urteil, gegen das selbst ein Einspruch vor dem deutschen Verwaltungsgericht erfolglos blieb.

Die pdc schweigt zur einreiseverweigerung
Die Professional Darts Corporation (PDC) bestätigte die Absage, ohne jedoch Einblick in die Gründe für die Entscheidung der deutschen Behörden zu gewähren. Auf Nachfrage von SID hielt man sich bedeckt, was die ohnehin schon fragwürdige Situation zusätzlich verkompliziert. Eine offizielle Stellungnahme zur Angelegenheit der ugandischen Spieler fehlt bislang vollständig.
Das Duo hatte sich sensationell durch die afrikanische Qualifikation für die Weltmeisterschaft qualifiziert – ein historischer Moment für ugandischen Darts. Doch nun steht Uganda vor einem jähen Ende, nur wenige Tage vor dem Turnierbeginn am Donnerstag.
Ein Dominoeffekt: Malawi rückt nicht nach
Die Misere nimmt kein Ende: Auch der unterlegene Finalist der Qualifikation, Malawi, konnte die notwendigen Visa rechtzeitig nicht beschaffen. Somit springt das Duo Craig Galliano und Justin Hewitt aus Gibraltar ein, um Ugandas Platz in Gruppe D einzunehmen. Ihre Gegner werden Irland, der Vize-Weltmeister von 2019, und Singapur mit dem Publikumsliebling Paul Lim.
Die Situation wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation der WM und die damit verbundenen logistischen Herausforderungen. Es bleibt abzuwarten, ob die PDC in Zukunft Maßnahmen ergreifen wird, um ähnliche Vorfälle zu verhindern und sicherzustellen, dass talentierte Spieler aus aller Welt die Chance haben, an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Die fehlende Transparenz der PDC in diesem Fall ist dabei ebenso bedenklich wie die letztendliche Entscheidung der deutschen Behörden.
Die umstrittene Absage unterstreicht zudem die Ungleichheit im internationalen Sport, in der politische und bürokratische Hürden oft den sportlichen Erfolg trüben können. Ein trauriger Tag für den Darts-Sport – und ein Weckruf für die Verantwortlichen, das Thema Visa-Beschaffung für internationale Turniere dringender anzugehen.
