Daniel tschofenig bei olympia disqualifiziert: evensen spricht von "vorsätzlichem betrug"

Daniel tschofenig bei olympia disqualifiziert: evensen spricht von "vorsätzlichem betrug"

Ein bitterer Moment bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina: Skispringer Daniel Tschofenig wurde beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert. Grund dafür waren Schuhe, die um vier Millimeter zu groß waren. Diese Entscheidung hat für heftige Kritik vonseiten des ehemaligen Skiflugweltrekordhalters Johan Remen Evensen gesorgt.

Scharfe kritik von johan remen evensen

Evensen, der als TV-Experte arbeitet, sparte nicht mit scharfen Worten: "Das ist vorsätzlicher Betrug!" Er rüffelte den Gesamtweltcupsieger der Saison 2024/25 und vermutete, dass das österreichische Team verzweifelt nach Vorteilen suche. Er begrüßte jedoch die konsequente Haltung der FIS (Fédération Internationale de Ski).

Regeln sind regeln – konsequente durchsetzung

Regeln sind regeln – konsequente durchsetzung

"Regeln sind Regeln. Solange sie für alle Athleten gleichermaßen gelten, ist das in Ordnung", so Evensen. Er zeigte sich auch zufrieden mit der Entwicklung im Skispringen seit dem Anzugskandal von 2025. Damals gab es seiner Meinung nach Fälle, in denen Regelverstöße nicht geahndet wurden, was Athleten dazu verleitete, die Grenzen auszutesten. Heute würden die Regeln fairer durchgesetzt.

Tschofenig fühlt sich nicht schuldig

Tschofenig fühlt sich nicht schuldig

Daniel Tschofenig selbst zeigte sich überrascht und betonte, keine Schuld zu tragen. "Ich war leider so naiv und habe nicht nachgemessen", erklärte er gegenüber dem österreichischen Rundfunk ORF. Er glaubte fälschlicherweise, dass er Schuhgröße 42 trage und der geringfügige Unterschied sei kaum spürbar gewesen. Warum die Schuhe dieses Mal zu groß waren, konnte er sich nicht erklären.

Österreichs olympia-bilanz bisher enttäuschend

Die Disqualifikation von Tschofenig, dem Vierschanzentournee-Sieger von 2024/25, stellt einen Tiefpunkt für das österreichische Team bei diesen Olympischen Spielen dar. Bisher konnte das ÖSV-Team noch keine Medaille gewinnen. Beim letzten Wettbewerb am Montag, dem Super Team, treten Jan Hörl und Stephan Embacher für Österreich an.

Ausblick auf das super team

Trotz des enttäuschenden Ausgangs für Tschofenig endete sein Olympia-Auftritt mit einem Trainingssprung auf 133 Meter immerhin versöhnlich. Die Hoffnung richtet sich nun auf das Super Team, in dem Österreich noch einmal versuchen will, eine Medaille zu gewinnen. Der Wettbewerb wird live auf Eurosport und HBO Max übertragen.

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