Currys knie bremst warriors aus – play-in droht
Die Uhr tickt, das Knie zwickt. Stephen Curry fehlt den Golden State Warriors mindestens fünf weitere Spiele – und mit ihm schwindet die letzte Hoffnung auf ein versöhnliches Saisonfinale.
Die diagnose: patellofemorales schmerzsyndrom, besser bekannt als runner’s knee
15 Mal saß der Point Guard bereits in Folge auf der Bank, jetzt sind es mindestens 20. Das gab die Franchise am Dienstagabend nach einer erneuten Untersuchung bekannt. „Das Knie ist unberechenbar“, hatte Curry selbst noch am Wochenende gesagt – und sollte recht behalten.
Seit vergangener Woche absolviert der 36-Jährige individuelle Einheiten auf dem Court, doch jeder Sprint, jeder Sprungwurf wird vom medizinischen Stab akribisch protokolliert. Die Reaktion des Gelenks: unausgeglichen. Kein Spiel bis Mitte März, vielleicht auch länger.
Warriors stolpern richtung play-in-gefilde
Ohne ihren Anführer wirkt Golden State wie ein Orchester ohne Dirigent. Drei Niederlagen nacheinander – gegen Chicago und Utah, beide Teams unterhalb der Play-In-Linie – drückten die Bilanz auf 32-33. Platz neun im Westen, ein halbes Spiel vor Portland, das ihnen im Play-In-Turnier gegenüberstehen könnte.
Die kommenden Gegner: Minnesota zu Hause, dann die Ostküsten-Tour durch New York, Washington, Boston und Detroit. Curry wird nicht dabei sein. Die Punkte müssen andere holen – oder sie bleiben aus.
Die Saison ist noch nicht verloren, aber die Taktik ändert sich. Trainer Steve Kerr spricht von „Minute-to-Minute-Plänen“, doch hinter den Kulissen arbeitet die Front Office an Szenarien, die nicht einmal das Play-In vorsehen. Ein Trade-Deadline-Desaster, das sich jetzt rächt?
Die Uhr tickt weiter. Das Knie nicht mit.
