Currys knie blockiert warriors: playoff-traum schwindet mit jedem spiel

Stephen Curry sitzt. Wieder. Das Knie, das den Golden State Warriors sonst alles eröffnet, wird zum Spielverderber. Mindestens fünf Partien verpasst der Point Guard, zehn Tage bis zur nächsten Untersuchung – und damit tickt auch die Uhr für das Playoff-Ticket.

Die diagnose klingt harmlos, ist es aber nicht

Patellofemorales Schmerzsyndrom – für Laien: „Runner’s Knee“. Für Curry: ein unsichtbarer Gegner, der keine strukturellen Schäden im MRT hinterlässt, aber dennoch jeden Schnitt, jeden Sproint, jeden Dreher in den Schmerz treibt. Keine Operation, keine Pause, nur Warten – und das in der heißesten Phase der Saison.

Gegen die Clippers, Rockets, Thunder, Jazz und Bulls müssen die Warriors nun ohne ihren Anführer auskommen. Ein Programm, das zwischen direkten Konkurrenten und Spitzenteams pendelt. Die West-Tabelle ist ein Pulverfass: Rang acht bei 31:29, nur vier Siege in zehn Spielen ohne Curry. Die Offense verrostet, die Defense verliert die Orientierung. Jimmy Butler fehlt ohnehin, Kreuzband. Kristaps Porziņģis? Kaum angekommen, schon krank. 17 Minuten Einsatzzeit seit dem Trade – das ist kein Zugewinn, das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein.

„Es ist eine komische sache“ – currys eigene worte

„Es ist eine komische sache“ – currys eigene worte

Der 38-Jährige spricht mit ESPN, während seine Teamkollegen gegen die Lakers 101:129 untergehen. „Es ist unvorhersehbar, wie es heilt“, sagt er. Noch kein Court Work, nur Belastungsübungen im Kraftraum. „Es wird wohl noch ein bisschen länger dauern.“ Die Warriors hatten gehofft, nach dem All-Star-Break den All-Star wieder auf dem Parkett zu sehen. Doch ein Workout stoppte den Plan. Curry meldete sich ab – Schmerztoleranz: noch nicht gegeben.

Die Konsequenz: zehn Tage Court-Verbot. Golden State reagiert mit Vorsicht, weil es keine Alternative gibt. Ohne Curry kein Titel, ohne Gesundheit kein Curry. Die Frage ist nicht mehr, ob die Warriors die Playoffs erreichen, sondern: wie lange sie noch in der Lage sind, mitzuhalten. Das Play-In-Loch gähnt bereits.

Curry selbst will sprinten, sobald das Knie mitspielt. „Wenn ich zurück bin, ist es ein Vollsprint Richtung Playoffs.“ Doch selbst er weiß: Sprinten mit „Runner’s Knee“ ist ein Widerspruch. Die Uhr tickt. Die Konkurrenten warten nicht. Und die Kniescheibe macht, was sie will.