Curling-skandal in italien: olympia-aus für romei – vetternwirtschaft im spiel?
Curling-skandal in italien: olympia-aus für romei – vetternwirtschaft im spiel?
Was als Gentleman-Sport gelten sollte, entpuppt sich im italienischen Curling als Schlammschlacht. Nur wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo überschattet ein heftiger Konflikt die Vorbereitungen. Im Zentrum steht eine umstrittene Kadernominierung, die den Verdacht der Vetternwirtschaft aufwirft. Ich, Angelika Klein, verfolge diese Entwicklung mit Sorge und möchte Ihnen die Hintergründe aufzeigen.
Der ausschluss von angela romei
Die 28-jährige Angela Romei, die 2017 bei der Europameisterschaft eine Bronzemedaille gewann, wurde überraschend aus dem olympischen Aufgebot gestrichen. Dies sorgte für Entsetzen und Unglauben in der italienischen Curling-Szene. Romei ist eine erfahrene Nationalspielerin und galt als feste Größe im Team. Ihr Ausschluss wirft Fragen nach den Kriterien für die Nominierung auf.

Die rolle der tochter des teamchefs
Für Romei rückte stattdessen Rebecca Mariani (19) in den Kader – die Tochter von Marco Mariani (57), dem Technischen Direktor der italienischen Nationalmannschaft. Dieser Umstand schürte den Verdacht der Vetternwirtschaft. Romei fühlt sich als Opfer einer ungerechten Entscheidung und hat Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingereicht. Sie möchte unbedingt noch die Chance erhalten, bei Olympia in Cortina zu starten.
Romeis vorwürfe gegen den verband
„Ich gehöre seit fast zehn Jahren zur Gruppe der Nationalathletinnen, und wir haben in diesem olympischen Zyklus gemeinsam gearbeitet, immer innerhalb der Nationalauswahl, um uns bestmöglich vorzubereiten“, erklärt Romei in einem Interview. „Weniger als einen Monat vor Olympia wurde ich ausgeschlossen, um Platz zu machen für ein Mädchen, das die A-Nationalmannschaft bislang noch nie bei einem internationalen Wettbewerb vertreten hat.“
Die kritik an der entscheidung
Romei bemängelt auch die Art und Weise der Entscheidung. Sie hätte sich ein persönliches Gespräch mit Marco Mariani gewünscht, basierend auf Daten und Ergebnissen. Stattdessen habe er ihr lediglich mitgeteilt, dass seine Tochter Rebecca nominiert werde und dass dies seine persönliche Entscheidung sei. „Wir hätten darüber von Angesicht zu Angesicht sprechen können. Ich hätte zumindest eine Diskussion erwartet, die auf Daten und Ergebnissen basiert“, so Romei.
Cas bestätigt klageeintritt
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat inzwischen den Eingang von Romeis Klage bestätigt. Eine Anhörung beider Seiten ist geplant. Allerdings betont der CAS, dass die Kadernominierung grundsätzlich in der Kompetenz der nationalen Verbände liegt. Es bleibt abzuwarten, ob und inwieweit das Gericht in diesem Fall eingreifen wird.
Die auswirkungen auf das italienische curling-team
Der Skandal droht, das italienische Curling-Team vor den Olympischen Spielen zu belasten. Die interne Zerrissenheit könnte sich negativ auf die Leistung der Athleten auswirken. Es ist zu hoffen, dass eine schnelle und faire Lösung gefunden wird, um den Fokus wieder auf den Sport zu lenken. Als Sportexpertin wünsche ich dem Team, trotz der Umstände, eine erfolgreiche Teilnahme an den Spielen.
