Cucurella zieht den dämon aus der wm-dose: ecuador soll früh nach hause fliegen

Marc Cucurella sprach es aus, und die Luft im Pressezelt des spanischen Verbands zischte heraus wie aus einem zerrissenen Ventil. „Hoffentlich fahren sie früh nach Hause“, sagte der Chelsea-Linksverteidiger über seinen heimlichen Favoriten für die WM 2026 – und meinte damit nicht Deutschland, sondern Ecuador.

Der geheimtipp, der keiner mehr bleibt

Statt des üblichen Klatsches über Brasilien oder Frankreich legte Cucurella eine Liste vor, die selbst erfahrene Südamerika-Scouts aufhorchen ließ. Nach den Niederlanden nannte er Ecuador. Punkt. Kein „vielleicht“, kein „unter Umständen“. Eine feste Ansage, die prompt für Stirnrunzeln sorgte – schließlich trifft Spanien im Falle eines gemeinsamen Weitermarchens auf die Südamerikaner.

Die Begründung liefert der 27-Jährige mit der Coolness eines Pokerspielers, der gerade ein Royal Flush aufdeckt: „Sie haben einige sehr gute Spieler. Und auch wenn viele sie unterschätzen, bin ich ich überzeugt, dass sie ihre Sache gut machen werden.“

Drei europa-sieger, ein mittelfeld-motor

Drei europa-sieger, ein mittelfeld-motor

Willian Pacho, frisch gekrönter Champions-League-Sieger mit Paris, bildet zusammen mit Piero Hincapié (Arsenal) und Pervis Estupiñán (Milan) eine Abwehr, die jede Top-Formation ins Schwitzen bringt. Davor zieht Moises Caicedo die Fäden – 116 Millionen Euro Ablöse, 24 Jahre, Chelsea-Kollege von Cucurella. Die Zahlen sprechen lauter als jedes Schlagwort.

Die deutsche Elf bekommt Ecuador am 25. Juni um 22 Uhr vor die Füße. Ein Gruppenspiel, das plötzlich nach Vorentscheidung riecht – nicht nur für den eigenen Turnierverlauf, sondern auch für Cucurellas Nervenkostüm. Denn wenn der Plan aufgeht, fliegt Ecuador früh. Wenn nicht, muss er sich mit ihnen messen. Der Fluch des Geheimtipps.