Cruzeiro gewinnt titel – aber die schlägerei überschattet alles
Es sollte ein historischer Abend für Cruzeiro werden. Nach sieben langen Jahren ohne Titel im Campeonato Mineiro war es endlich so weit – und dann lieferten die Spieler beider Mannschaften in den letzten Sekunden eine Massenprügelei, die das ganze Land schockierte. Belo Horizonte am Sonntag: ein Finale, das niemand so schnell vergessen wird.
Was in der nachspielzeit wirklich passierte
Die Partie lief bereits in der Nachspielzeit, Cruzeiro führte mit 1:0, als Angreifer Christian mit Atletico-Keeper Everson zusammenstieß. Everson hatte den Ball gerade im eigenen Fünfmeterraum gesichert – und als Christian nach dem Zusammenstoß aufstehen wollte, drückte ihn der Torwart mit dem Knie auf der Brust wieder zu Boden. Das war der Funke.
Was danach folgte, war kein Fußballspiel mehr. Faustschläge, Tritte mit Anlauf, Schubser in alle Richtungen – rund um das Atletico-Tor entlud sich eine Wut, die sich über neunzig Minuten aufgestaut hatte. Es dauerte fast zehn Minuten, bis Sicherheitskräfte und Militärpolizei die Situation unter Kontrolle brachten. Schiedsrichter Matheus Delgado Candancan, der im gesamten Spiel keine einzige Verwarnung gezeigt hatte, verteilte im Nachhinein 23 Rote Karten. Dreiundzwanzig.

Hulk, der bvb-youngster und eine bilanz zum fremdschämen
Unter den Rotsündern befanden sich zwei Namen, die besonders ins Auge stechen. Hulk, mit 39 Jahren noch immer für Atletico aktiv, war dabei – und sprach hinterher offen über das, was er gesehen hatte. „Ich habe noch nie solche Gewalt bei einem Fußballspiel gesehen
